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Chipaktien gefragt

Die Kursgewinne bei Chipaktien führen den Nasdaq Index am dritten Tag in Folge in die Gewinnzone. Positive Kommentare vom Brokerhaus Salomon Smith Barney sorgen für Schwung. Der Dow Jones Index dagegen taucht nach einem freundlichen Handelsstart ins Minus ab. Kursverluste bei Merck, Johnson & Johnson und Home Depot kosten das Börsenbarometer Punkte.

Beflügelnde Worte von Salomon Smith Barney lösen zur Wochenmitte die Kursrally bei den Technologiewerten aus. Der Analyst Jonathan Joseph stuft neben neun anderen Aktien auch die Titel von Intel, Micron Technology und Texas Instruments auf. Die Auftragslage des Sektors sei mittlerweile so schlecht, dass sie sich nicht mehr viel verschlechtern könnte. Investoren vertrauen seit der Korrektur auf den Spürsinn des Analysten. Er hatte den Beginn der Korrektur damals sehr früh vorausgesagt. Nun hoffen die Markteilnehmer, dass er mit seiner Einschätzung für den Chipsektor erneut den richtigen Riecher hat. Bis Ende des Jahres werde sich die Branche wieder erholen, so Joseph. Alle aufgestuften Werten notieren in der zweistelligen Gewinnzone. Den deutlich vorsichtigeren Kommentar von Goldman Sachs scheinen die Anleger zu überhören. Applied Materials, Xilinx und Applied Micro Circuist notieren im Plus.

Auch die Aktien von Cisco Systems, dem weltgrößten Hersteller von Netzwerkkomponenten und Lucent Technologies, der weltgrößte Hersteller von Telefonkomponenten legen an Wert zu.

Unter Druck gerieten dagegen die Werte der Konsum- und Einzelhandelsunternehmen. Anleger schichteten zudem ihr Kapital von dem Pharmasektor zugunsten der Technologiebranche um. Neben Merck, Johnson & Johnson und Pharmacia notiert auch Immunex im Minus. Computeraktien, die in den vergangenen Tagen aufsteigende Tendenzen gezeigt haben, tendieren ebenfalls wieder etwas schwächer.

Einen Teil der Kursverluste können die Gewinne bei Bank- und Brokerwerten ausgleichen. Goldman Sachs stuft Lehman Brothers auf "Market Outperformer" auf und sorgt dafür in dem Segment für positive Stimmung. Lehman Brothers sei im Vergleich zu den Konkurrenten sehr günstig bewertet. Die Fundametaldaten hätten sich jedoch noch nicht verbessert. Das Geschäft mit Neuemissionen und Fusionen sei weiter schwach. Die Aktie legt nach Handelsbeginn über sechs Prozent zu. Auch die Citigroup, J.P. Morgan, die Bank of America und Morgan Stanley Dean Witter verbuchen deutliche Gewinne.

Belastend wirkt sich dagegen die Gewinnwarnung von EMC auf den Markt aus. Der Spezialist von Storage-Software hat unter einer rückläufigen Auftragsentwicklung zu leiden. Amerikanische und europäische Kunden fahren ihre Aufträge zurück. Dies veranlasst das Management, die Prognosen für das erste Quartal zu senken. EMC verliert über fünf Prozent an Wert.

Die enttäuschenden Quartalszahlen bei Mobiltelefonhersteller Motorola prallen an den Markteilnehmern dagegen regungslos ab. Der zweitgrößte Mobiltelefonhersteller der Welt verfehlte die Analystenprognosen im ersten Quartal um zwei Cents pro Aktie und musste erstmals seit 15 Jahren einen Quartalsverlust ausweisen. Der Mobiltelefonhersteller und die Konkurrenten Nokia und Ericsson verzeichnen deutliche Gewinne.

Mit Spannung werden heute nach Handelsschluss die Quartalszahlen von Yahoo erwartet. Analysten hoffen, dass das Internetportal den Break-Even erreicht. Die Aktie notiert zur Mittagsstunde freundlich.

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