Archiv
Chipaktien schlagen Wellen

Ein weiterer unerfreulicher Tech-Tag ist an den New Yorker Börsen zu Ende gegangen. Der Dow Jones Index verlor bei 0,42 Prozent auf 10524 Punkten. Der Nasdaq Index setzte seinen Abwärtstrend mit 3,43 Prozent fort und schloss bei 3240 Punkten.

Belastet wurde der Handelsverlauf erneut durch Ertragswarnungen und skeptische Analystenkommentare zum High-Tech Sektor. Was den Dow Jones Index nicht ganz in den Keller schickte, waren Kursgewinne bei Pharmawerten. Der Sektor profitierte von einer Kaufempfehlung des Brokerhauses Merrill Lynch. Auf der Gewinnseite standen Pfizer, Merck und Eli Lilly. Pharmawerte laufen an schlechten Tech-Tagen tendenziell gut. "Der Pharmasektor ist der Bereich, der am wenigsten von Euro und Ölpreis betroffen ist oder der die Investoren mit enttäuschenden Gewinnerwartungen schocken", erklärt Fondmanager Lynn Yturri, der 16 Prozent an Pharmawerten in seinen Portfolios hält.



Wieder einmal gerieten die Chipaktien unter Druck. Das Brokerhaus Prudential Securities sieht für die kommenden Quartale das Risiko eines Chip-Überangebots. Unter Abgabedruck gerieten vor allem die Aktien der Spezialchip-Hersteller Altera und Xilinx. Beide Titel wurden bereits vor der Börseneröffnung abgestuft. Gute Quartalszahlen seien bei beiden Titeln in den kommenden sechs bis neun Monaten relativ unwahrscheinlich. Grund: Der Angebotsengpass von Chips, der diese Werte angefacht hatte, löst sich zunehmend auf. Neben den Spezialchip-Herstellern geraten Micron Technologie, PMC-Sierra und Intel in den Verliererstrudel.



Bei den hohen Ölpreisen, die durch die kalten Temperaturen in den USA und erneuerte Spannungen im Nahen Osten getrieben werden, lässt die Besitzer von Öl-Aktien die Hände reiben, denn: Weiterhin anziehende Rohölpreise wirken sich kurstreibend auf den Sektor aus. Exxon Mobil und Andarko gehörten am Dienstag zu den Werten, die ihr 52-Wochenhoch erklimmten.



Die skeptischen Analystenkommentare trafen am Dienstag nicht nur Chip- sondern auch Mobiltelefonwerte. Das Brokerhaus Bear Stearns erstellt negative Prognosen für die weitere Zukunft. Die Tatsache, dass das Wachstum im Bereich der Mobilfunk-Infrastruktur und Mobiltelefone moderat nachlässt, wirke sich belastend auf den Sektor aus.



Unter Druck standen auch Finanzwerte. Sowohl American Express als auch J.P. Morgan und Citigroup setzen die Verluste der vergangenen drei Handelstage fort. Ein klares Zeichen, dass Investoren mit keiner Entspannung an der Zinsfront rechnen.



Investoren haben bei National Discount Broker auf das richtige Pferd gesetzt. Mit einem Kursgewinn von fast 90 Prozent war die Aktie von National Discount Broker die Kursrakete des Tages. Die Nachricht dahinter: Deutsche Bank will den amerikanischen Online Broker für eine Milliarden Dollar kaufen und damit seine 16-prozentige Beteiligung auf 100 Prozent ausweiten. Sogar die Konkurrenz profitiert von den Nachrichten. E*Trade, Knight Trading und Ameritrade tendierten stärker.



Yahoo

erfreut die Anleger nach Handelsschluss mit guten Quartalszahlen. Das Internetportal erwirtschaftete in den vergangenen drei Monaten einen Gewinn von 13 Cents je Aktie und könnte damit die Erwartungen der Analysten um rund einen Cent schlagen. Mit einem Umsatz von 295,5 Millionen Dollar liegen die Einnahmen sogar 0,5 Millionen Dollar über den höchsten Analystenschätzungen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%