Archiv
Chipaktien schwächer erwartet

Waren sie gestern noch gefragt, geht es für sie vorbörslich bergab. Die Rede ist von Chipaktien. Texas Instruments, Micron Technologies und Intel verlieren vor Handelsstart an Wert.

Die Sorge: Die abkühlende US-Konjunktur könnte auch der Nachfrage auf diesem Sektor schaden. Öl in die Flamme gießen die Geschäftszahlen von Applied Materials. Der größte Hersteller von Maschinen zur Chipproduktion hat am Mittwoch nach Börsenschluss zwar gute Quartalszahlen gemeldet, zudem hat die Auftragslage mit 3,6 Milliarden Dollar ein Rekordniveau erreicht. Doch wie Finanzchef Joseph Bronson mitteilt, könnten die Ergebnisse in der zweiten Jahreshälfte 2001 durch geringere Verkäufe von Handys und PCs sowie die abkühlende US-Wirtschaft belastet werden. Applied Materials bleibt bei der Investmentbank Goldman Sachs auf der Empfehlungsliste.



Eine Reihe von Wirtschaftsdaten wurden vor Handelsbeginn veröffentlicht. Doch als Impuls für die Märkte dürften die Daten nicht zu werten sein. Neben den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung und den durchschnittlichen Wochenlöhnen wurde auch der Verbraucherpreisindex veröffentlicht.



Die Verbraucherpreise stiegen im Oktober um 0,2 Prozent und liegt damit im Rahmen der Erwartungen. Im September hatten die Verbraucherpreise noch um 0,5 Prozent zugelegt. Die um die volatilen Bereiche der Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kernrate stieg ebenfalls um 0,2 Prozent und erfüllt damit ebenfalls die Erwartungen der Experten. Der Indikator gibt keinen Anlass für Inflationsängste. Doch kaum ein Anleger wird am Morgen seine Investitionsentscheidung auf den Verbraucherpreisindex stützen.



Daimler

Chrysler könnte weiter unter Druck geraten. Bereits gestern hatte der Wert stark verloren, nachdem sich mehrere Analysten besorgt über das vierte Quartal des drittgrößten Autohändlers geäußert hatten. Am Donnerstag stuft Goldman Sachs die Aktie von "Market Outperformer" auf "Marktperformer" ab. Des Weiteren werden die Gewinnaussichten für das laufende Jahr und 2001 gesenkt. Um im Wettbewerb Schritt halten zu können, werden mehrere Chryslermodelle 3.000 Dollar billiger angeboten, was die Gewinnmargen belastet.



Time Warner

und American Online werden den selbstgestellten Termin für den Abschluss der Fusion vermutlich nicht einhalten können, meldet das Wall Street Journal. Über die Bühne gehen sollte der Zusammenschluss eigentlich am 21. Dezember, doch die amerikanische Wettbewerbsbehörde hatte vergangene Woche eine Frist um drei Wochen verlängert. Dabei geht es um Vorschläge für die Öffnung des Time Warner Kabelnetzes, das Internet Serviceprovidern zur Verfügung gestellt werden soll.



Trotz positiver Analystenkommentare geht es für Micron Technologies vorbörslich ins Minus. Der Chiphersteller konnte auf einem gestrigen Analystentreffen mehrere Experten für sich gewinnen. Micron Technologies habe eine wettbewerbsfähige Position. Goldman Sachs bestätigt die Aktie auf der Empfehlungsliste. Die Anleger scheint das jedoch noch nicht zu beeindrucken.



3M

, der Hersteller von Produkten wie Post-It Notizblättern, plant einen Aktienrückkauf. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen bis zu zehn Millionen und damit 2,5 Prozent der ausstehenden Aktien zurück gekauft werden. 3M verfolgt eigenen Angaben zufolge unter anderem das Ziel, die Aktien für Übernahmen einzusetzen. Bereits gestern empfahl das Analystenhaus UBS Warburg das Papier zum Kauf.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%