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Chipaktien: Selektiv wieder attraktiv

"Die ersten Quartalsergebnisse werden das Ende des schlechtesten Quartals in der Geschichte der Chip-Industrie einläuten", so Charles Boucher von Bear Stearns.

Im Vergleich zum vorhergehenden Quartal, sind die Branchenumsätze mit einem atemberaubenden Tempo um voraussichtlich 20 Prozent gesunken. Marktteilnehmer diskontieren zurzeit einen weiteren 5- bis 10- prozentigen Umsatzrückgang für das zweite Quartal, mit einer moderaten Erholung im dritten Quartal. Sollten die Prognosen schlechter ausfallen, drohen diese Werte erneut unter Druck zu geraten, vermutet Boucher.

Da die Transparenz des kurzfristigen Geschäftsverlaufs weiterhin begrenzt ist, dürften die Unternehmen sehr zurückhaltende und vorsichtige Prognosen für das zweite Quartal abgeben. Das Ausmaß der Umsatzeinbrüche dürfte jedoch erheblich nachgelassen haben. Chiphersteller, die vor allem vom PC- und Handymarkt abhängig sind, dürften die geringsten negativen Nachrichten aufweisen. Die Erwartungen für diese Werte wurden in den letzten Wochen dramatisch gesenkt und auch die Lagerbestände reduziert.

Bei den Chipwerten, die sich auf den Telekom - und Netzwerkbereich konzentrieren, dominieren auch weiterhin überfüllte Lagerbestände und schleppende Nachfrage. Nach der jüngsten Rally bei Chipaktien drohen vor allem bei diesen Werten erneut Kursverluste. Eine fundamentale Bodenbildung ist vor September ziemlich unwahrscheinlich. Bis dahin ist eine dauerhafte Erholung dieser Werte eher unwahrscheinlich.

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