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Chips bekommen Dämpfer

Die alte Leier. Wieder einmal schieben die Chipaktien den Technologiemarkt ins Minus. Nach einem negativen Analystenkommentar bekommt die Branche der Halbleiter erneuert einen Dämpfer. Der Dow Jones pendelt derzeit zwischen Gewinnpunkten und Verlustzone.

Analyst Dan Niles von Lehman Brothers hat sich insbesondere die Sparte der programmierbaren Chips vorgenommen. Er bezweifelt eine starke Gewinnwachstumsrate für die kommenden Quartale. Leidtragende der Abstufung sind Xilinx und Altera. Beide Werte stehen ganz oben auf der Nasdaq Verliererliste.



Motorola

, AMD, Biogen und Yahoo werden heute Quartalszahlen vortragen. Motorola soll einen Gewinn von 26 Cents pro Aktie melden. ABN Amro bestätigen die Kaufempfehlung für den Hersteller von Mobiltelefonen. Das Kursziel sehen die Experten bei 50 Dollar auf Jahressicht. Für ADM erwarten die Analysten einen Gewinn von 62 Cents. Die Aktie legt vorbörslich leicht zu. Für Biogen erwarten die Experten einen Ertrag pro Aktie von 62 Cents, für Yahoo von zwölf Cents. Nach den Warnschüssen von Intel, Xerox, Dell und anderen Unternehmen sehnen sich die Investoren nach positiven Überraschungen.



Obwohl die Quartalssaison bereits begonnen hat, läuten einige Unternehmen weiterhin die Alarmglocken. Storage Technology warnt die Aktionäre am Morgen, dass die Quartalszahlen die Analystenerwartungen verfehlen könnten. Der Hersteller von Speichersystemen erwirtschaftete in den vergangenen drei Monaten weniger Umsatz als ursprünglich prognostiziert. Zulieferengpässe und die dadurch fehlenden Produktkomponenten haben die Produktion verlangsamt. Weiter habe der Lagerabbau einiger Kunden den Absatzzahlen ebenfalls geschadet.



Als Kursrakete entpuppt sich heute Morgen der Wert von National Discount Broker mit einem Zuwachs von 82 Prozent. Die Deutsche Bank möchte die 16-prozentige Beteiligung an dem amerikanischen Online Broker auf 100 Prozent ausweiten. Doch an einer Fusion scheint nicht nur die Deutsche Bank interessiert zu sein. National Discount Broker meldete, es gäbe auch andere Unternehmen die einer strategischen Allianz oder einer Fusion nicht abgeneigt seien. National Disount verfügt bei 270 000 Konten über Einlagen in Höhe von 11,2 Milliarden Dollar.



Xerox

kann trotz unerfreulicher Meldung leicht zulegen. Der weltweit größte Hersteller von Kopierern kürzt die Quartalsdividende je Aktie um 75 Prozent. Xerox muss die Gewinnausschüttung wegen der jüngsten Ertragswarnung reduzieren. Das Management versucht so Kosten in Höhe von bis zu 400 Millionen Dollar einzusparen. Die Anleger werden am 1. Januar nun statt der ursprünglich vorgesehenen 20 Cents pro Aktie lediglich fünf Cents pro Xerox-Aktie erhalten.



Kursverluste nimmt Silicon Graphics hin. Der Hersteller von Computersystemen warnte gestern nach Börsenschluss, dass der Verlust im ersten Quartal des Fiskaljahres 2001 zwischen 28 und 30 Cents pro Aktie liegen wird. An der Wall Street rechnete man lediglich mit einem Minus von 15 Cents. Schuld an finanziellen Misere sei nach Angaben des Managements ein Mangel an Komponenten. Um den Effekte der Ertragswarnung zu dämpfen, will das Unternehmen nun 26 Prozent der ausstehenden Aktien zurückkaufen. Analystenhaus Goldman Sachs stuft die Silicon Graphics Aktie weiterhin mit "Marktperformer" ein.

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