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Chipsektor erneut unter Druck

Nachdem Brokerhaus Salomon Smith Barney den Chipaktien am Montag als Sorgenkind bezeichnet hatte, dürften schlechte Nachrichten die Chipbranche heute wieder unter Druck setzen. Schuld ist der aufs Neue entfachte Preiskampf zwischen Intel und Advanced Mirco Devices. Für trübe Stimmung dürften auch schlechte Kommentare zu Micron Technologies sorgen.

Intel

senkt den Preis für seinen Pentium III Chip um bis zu 26 Prozent. Laut des Wall Street Journal geht die Meldung auf nicht genannte Firmenquellen zurück. Die Reaktion kam sofort: Intels größter Konkurrent Advanced Micro Devices senkte daraufhin den Preis für seinen Athlon Chip um bis zu 46 Prozent. Intel dürfte auf Grund der preisgünstigeren Produktion dem Preiskampf eher gewachsen sein. Der weltgrößte Chiphersteller wird am Donnerstag Quartalszahlen melden. Das Unternehmen soll in den vergangenen drei Monaten einen Gewinn von 38 Cents pro Aktie erwirtschaftet haben. Die Umsatzschätzungen der Analysten liegen bei 8,64 Milliarden Dollar.



Schlechte Nachrichten bei Micron Technologies dürften den Chipsektor ebenfalls den Wind aus den Segeln nehmen. Morgan Stanley und Paine Webber stuften die Aktie des Chipkonzerns ab. Morgan Stanley reduziert die Bewertung von "aggressiv kaufen" auf "überdurchschnittlicher Marktperformer" und senkt das Kursziel drastisch von 110 auf 50 Dollar. Der Grund für die Abstufung ist nicht die PC-Nachfrage, die eigentlich gesund ist, sondern laut der Analysten die sinkenden DRAM Preise. Bis die noch immer hohen Lagerbestände bei DRAM Chips bei den Kunden noch nicht abgebaut seien, sollten die Preise unter Druck bleiben.



Das Halbleiterunternehmen Novellus Systems hat am Montag nach Handelsschluss Quartalsergebnisse gemeldet. Die Zahlen liegen zwar im Rahmen, doch haben sie nicht vollends überzeugt. Der Gewinn wurde gegenüber dem Vorjahr zwar fast vervierfacht, und mit 85,3 Millionen Dollar oder 62 Cents pro Aktie wurden die Konsensschätzungen getroffen. Einige Flüsterschätzungen lagen jedoch bei 65 Cents pro Aktie. Zudem haben die Umsatzzahlen in Höhe von 359,1 Millionen Dollar nicht die oberen Erwartungen erfüllt.



Altera

, ein Hersteller von programmierbaren Chips, lag mit den Geschäftszahlen im dritten Quartal im Rahmen der Erwartungen. Der Gewinn wurde mit 118 Millionen Dollar oder 28 Cents pro Aktie mehr als verdoppelt. Die Verkaufszahlen wurden gegenüber dem Vorjahr mit 395,4 Millionen Dollar um 84 Prozent verbessert. Vergangene Woche waren die Aktien von Altera und des großen Konkurrenten Xilinx noch unter Druck geraten, nachdem Analysten vor einem Überangebot gewarnt hatten. Xilinx wird heute nach Handelsschluss Quartalszahlen melden.



Neuen Schwung dürfte der Broadvision Aktie die Aufnahme in den S&P 500 Index verleihen. Aus dem Index weichen muss dafür das Brokerhaus Paine Webber, da die Schweizer UBS das amerikanische Brokerhaus übernehmen wird. Broadvision meldet am Mittwoch Quartalszahlen. Erwartet wird ein Gewinn in Höhe von vier Cents pro Aktie. Die Umsatzerwartungen liegen bei 108 Millionen Dollar. Bei Goldman Sachs steht Broadvision auf der Empfehlungsliste.



Unter Druck geraten könnte heute der Telekommunikationssektor. Zwei unerfreuliche Nachrichten werfen schlechtes Licht auf die Branche. Verizon und der britische Konzern Vodafone verschieben den IPO ihres Mobilfunkarms Verizon Wireless. Und auch Sprint hat Probleme mit seiner Mobilfunksparte. Gestern meldete der die Telefongesellschaft Quartalszahlen. Die Gewinnerwartungen konnten zwar übertroffen werden, doch die Umsätze geben zu denken.



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