Cholesterinmittel
Europäische Pharmawerte nach Bayer-Mitteilung unter Druck

rtr LONDON. Der vom deutschen Pharmakonzern Bayer angekündigte Vermarktungsstopp eines Cholesterin- Präparats und die Gewinnwarnung des Unternehmens haben am Mittwoch auch die Aktien von anderen europäischen Unternehmen der Branche unter Druck gesetzt.

So gaben die Titel der britischen AstraZeneca 1,7 % nach. In Paris verloren Aventis und Sanofi-Synthelabo jeweils mehr als 1,5 %. Bayer selbst gaben rund 15 % nach.

Bayer hatte bekanntgegeben, sein Cholesterinmittel Baycol mit sofortiger Wirkung vom Markt zu nehmen. Das Präparat Baycol sowie das Präparat Creston von AstraZeneca gehören zur gleichen Medikamentenklasse. Bei Marktbeobachtern in London hieß es zu dem Kursverlust bei AstraZeneca, es werde befürchtet, die Aussetzung von Baycol könne weitere Auswirkungen auf die gesamte Medikamentenklasse haben. "Die Frage ist, ob Crestor mit den selben Problemen wie Baycol konfrontiert sein wird. Aber das ist im Moment schwer abzuschätzen", sagte ein Analyst von UBS Warburg.

Andere Analysten waren der Meinung, dass AstraZeneca jetzt ein Wettbewerbsvorteil habe, weil das Unternehmen für sein Cholesterinmittel andere als in Baycol enthaltende biochemische Verbindungen verwende.

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