Chretien spricht sich gegen Irak-Krieg aus
Kanada: Bush „hat schon gewonnen“

Kanada hält einen neuen Irak-Krieg für unnötig, weil sich die USA mit ihrem Druck auf Bagdad in der Abrüstungsfrage bereits durchgesetzt hätten. "Der Präsident hat gewonnen", bescheinigte Kanadas Premierminister Jean Chretien dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Fernsehinterview, das kanadische Medien am Montag in Auszügen veröffentlichten.

HB/dpa OTTAWA. Die USA hätten mit ihrem Truppenaufmarsch vor den Türen des Iraks eine Situation geschaffen, in der der irakische Machthaber Saddam Hussein "gefangen (sei) und keinen Spielraum mehr" habe.

Chretien begrüßte den jüngsten britisch-amerikanischen Entwurf für eine neue Irak-Resolution, der Bagdad eine Frist bis zum 17. März zur vollständigen Abrüstung gibt. Zwar wäre es gut, dem Irak ein paar Wochen mehr zu geben. Aber im Prinzip käme der neue Vorstoß aus London und Washington dem kanadischen Vorschlag sehr nahe, Bagdad bis zum 28. März Zeit zur massiven Abrüstung einzuräumen. Dagegen verwahrte sich Kanadas Premier gegen US-Pläne, Saddam Hussein zu entmachten. "Das ist etwas, was mir nicht gefällt. Wo ist denn die Grenze? Wenn wir dort so vorgehen, warum dann nicht auch anderswo?"

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