Chris Gent will Kritik von Großaktionären vorbeugen
Vodafone-Chef will Bonus in Aktien anlegen

Reuters LONDON. Vodafone-Chef Chris Gent will nach Unternehmensangaben den größten Teil seiner umstrittenen Bonuszahlung für die geglückte Mannesmann-Übernahme in Vodafone-Aktien anlegen, um so Kritik von Großaktionären auf der Hauptversammlung vorzubeugen. "Ich kann Ihnen bestätigen, dass Chris Gent sich verpflichten wird, zwei Mill. Aktien des Unternehmens zu halten," sagte Tim Brown, Investor - Relations-Chef des britischen Mobilfunk-Konzerns, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Vodafone-Chef Chris Gent erhielt im April als Lohn für die Mannesmann-Übernahme einen Bonus von umgerechnet rund 16 Mill. DM. Vorgesehen ist ferner, dass Gent nach zwei Jahren umgerechnet weitere 16 Mill. DM zustehen, falls der britische Konzern seine Gewinnziele erreichen sollte.

Unternehmensnahe Kreise erwarten nun, dass Gent auf der Hauptversammlung am Donnerstag ankündigen wird, weitere Vodafone-Aktien im kommenden Jahr zu erwerben und sie für mindestens drei Jahre zu halten. Um die genannte Zahl von zwei Mill. zu erreichen, müsste Gent rund 827 000 zusätzliche Aktien des Konzerns erwerben, was ihn ausgehend vom derzeitigen Vodafone-Kurs umgerechnet rund 7,6 Mill. DM kosten würde. Damit würde der größte Teil seines Bonus aufgezehrt, der nach Abzug von Steuern etwa 9,5 Mill. DM betragen dürfte.

An den Bonuszahlungen hat es Kritik an Gent und anderen Top-Managern gegeben. So rief beispielsweise die britische Pensionsfonds-Vereinigung (NAPF) ihre Mitglieder vor kurzem dazu auf, sich beim Thema der Vorstandsvergütungen auf der Aktionärsversammlung der Stimme zu enthalten.

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