Chris Gent: "Wir sind nicht süchtig nach Deals"
Vodafone plant keine weiteren Übernahmen

"Wir sind nicht süchtig nach Deals", sagte Konzernchef Chris Gent in einem Interview. Seine Hauptsorge gelte momentan dem Preis der Vodafone-Aktie, der auf ein Drei-Jahres-Tief gesunken ist.

dpa LONDON. Vodafone-Chef Chris Gent (52) hat in einem Interview mit dem "Sunday Telegraph" bekräftigt, dass der von ihm geführte Telekommunikationskonzern künftig keine weiteren Übernahmen plant. "Wir sind nicht süchtig nach Deals. Wir wollten mit unseren Aufkäufen nur in eine Position kommen, die andere nicht erreichen können", sagte Gent der Zeitung. Seine Hauptsorge gelte momentan dem Preis der Vodafone-Aktie, der auf ein Drei-Jahres-Tief gesunken ist.

Vodafone - Drei-Jahresverlauf

Die Zukunft für Vodafone liege bei der Entwicklung der dritten Generation von Mobilfunktelefonen, sagte Gent. Europa müsse auf diesem Gebiet aufpassen, seinen Vorsprung vor Japan und den USA nicht zu verlieren. "Wir müssen Innovation und Investition vorantreiben."

Vodafone hatte Mitte vergangener Woche sein Jahresergebnis 2000/2001 vorgelegt. Daraus ging hervor, dass die milliardenschweren Zukäufe von Mannesmann und Airtouch die Konzernbilanz mit einem Vorsteuer-Verlust von 8,1 Milliarden Pfund (fast 25 Mrd DM / rund 12,7 Mrd. Euro) belastet haben. Ohne Berücksichtigung dieser Lasten wäre der Ertrag vor Steuern allerdings um 87 Prozent auf 4,03 Milliarden Pfund in die Höhe geschossen.

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