Christie's und Sotheby's
Auktionen in New York mit Rekordergebnissen

Die New Yorks Auktionshäuser Christie's und Sotheby's haben bei ihren Frühjahrs-Kunstauktionen mit Werken von Impressionisten und moderner Kunst großen Erfolg gehabt.

 dpa NEW YORK. Bei Sotheby's, wo man von "sensationellen" Ergebnissen sprach, gingen nur drei von 55 Losen zurück. Christie's hatte zuvor mit dem Bronzeporträt "Danaïde" des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi (1876-1957) den bisher höchsten Zuschlag für eine Skulptur überhaupt erreicht: Das Werk fand für fast 18,2 Millionen Dollar (19,9 Millionen Euro) einen neuen Besitzer. "Es ist unglaublich zu sehen, wie stark der Markt angesichts niedriger Zinsraten und der instabilen politischen Lage ist", sagte Sotheby's Vorstandsmitglied David Norman am Donnerstag in New York. Das Ergebnis seines Hauses war eines der besten, das bei einer großen Kunstauktion der vergangenen Jahren erzielt wurde. Insgesamt setzte Sotheby's 126 Millionen Dollar um. Den Höchstpreis bei Sotheby's wurde in New York für Paul Cezannes Bild "Pichet et Assiette de Poires" erzielt, ein Stillleben mit einem grauen Krug aus den Jahren 1890/1893. Es wurde für 16,784 Millionen Dollar (18,520 Millionen Euro) zugeschlagen. Bei Christie's brachte Alberto Giacomettis "La foret", eine Bronzekomposition mit sieben weiblichen Figuren aus dem Jahr 1950, 13,2 Millionen Dollar, deutlich mehr als der Schätzpreis von 7 bis 9 Millionen. Das teuerste Gemälde der Christie's-Auktion war René Magrittes "L'empire des lumières" aus einer Serie des belgischen Künstlers, in der er sich auf den Kontrast zwischen Hell und Dunkel konzentrierte. Ein namentlich nicht genannter Käufer ersteigerte das Werk für 12,6 Millionen Dollar. Edgar Degas impressionistisches Meisterwerk "Au musee du Louvre (Miss Cassatt)", das eine Mitarbeiterin mit ihrer Schwester im Louvre zeigt, fand bei Sotheby's für 16,509 Millionen Dollar einen neuen Besitzer. Alberto Giacomettis Skulptur "Grande tete de Diego", eine Büste seines Bruders, wurde für 13,759 Millionen Dollar zugeschlagen. Dagegen blieb Henri Matisses "Figure decorative" mit 8,259 Millionen Dollar knapp unter dem Schätzwert von 9 Millionen. Die größte Enttäuschung der Sotheby's-Versteigerung war am Mittwochabend das mangelnde Interesse an Paul Gauguins "Femmes pres de Palmiers", einem Landschaftsbild vom ersten Tahiti-Besuch des Künstlers. Es war auf 15 bis 20 Millionen Dollar geschätzt worden und ging zurück, nachdem die Gebote bei 11,5 Millionen abbrachen.

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