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Christlich-liberale Koalitionen

Christlich-liberale Koalitionen haben über viele Jahre die Nachkriegspolitik in Bund und Ländern bestimmt.

dpa MAGDEBURG. Nach dem Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom Sonntag ist auch in Magdeburg ein solches Bündnis von CDU und FDP möglich. Derzeit regieren in Baden-Württemberg (seit 1996) und Hessen (seit 1999) Bündnisse der beiden bürgerlichen Parteien. Die 16 Jahre lang amtierende CDU/CSU/FDP-Bundesregierung unter Helmut Kohl war im Oktober 1998 nach der Wahl von einem rot-grünen Kabinett mit Gerhard Schröder als Kanzler abgelöst worden.

Die vor Hessen und Baden-Württemberg letzten CDU/FDP - Landesregierungen endeten 1994 in den östlichen Ländern Sachsen- Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, weil die Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten. Die längste Erfahrung mit nur aus CDU und FDP bestehenden Koalitionen haben Rheinland-Pfalz (24 Jahre), das Saarland (18) und Schleswig-Holstein (13).

Mit dem von 1982 an in Schüben einsetzenden Niedergang der FDP kam der Union der bevorzugte Partner zeitweise weitgehend abhanden. Die Ursache: Im Westen hat sich das Wählerverhalten im Zuge geänderter Wertvorstellungen gewandelt, im Osten schlagen andere politische Prägungen zu Buche.

Elf der 16 Bundesländer sind zeitweise von Kabinetten regiert worden, die sich nur auf CDU und FDP stützten. In den übrigen Ländern - Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Sachsen - waren Union und Liberale - vor allem in der ersten Nachkriegszeit - beim Regieren auf mindestens einen weiteren Partner angewiesen. Die bis Sachsen-Anhalt jüngste Konstellation dieser Art kam im Oktober 2001 nach der Wahlniederlage des rot-grünen Senats in Hamburg mit einer rechtsliberalen Drei- Parteien-Regierung aus CDU, Schill-Partei und FDP zu Stande.

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