Christliche Einrichtung als Ziel
Sechs Tote bei Anschlag in Karachi

Bei einem Terroranschlag auf eine christliche Einrichtung in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind nach Angaben von Polizei und medizinischem Personal sechs Menschen getötet und vier verletzt worden.

HB/dpa KARACHI. Wie die Polizei sagte, stürmten zwei bewaffnete Männer am Morgen das Büro der pakistanischen Organisation Amn-o-Insaf im dritten Stock eines Gebäudes in der Innenstadt. Mit vorgehaltener Pistole klebten sie den Mitarbeitern den Mund zu und erschossen sie dann. Nur der Telefonist entkam unverletzt und alarmierte die Polizei. Die Angreifer konnten nach dem Blutbad unerkannt fliehen. Unter den Toten waren drei pakistanische Christen.

Bürger aus westlichen Staaten sowie Christen sind in Pakistan seit vergangenem Jahr zunehmend zur Zielscheibe von Anschlägen mutmaßlicher Moslemextremisten geworden. Der jüngste Anschlag war der fünfte gegen christliche oder westliche Ziele in Pakistan seit vergangenem Jahr. Ende Oktober erschossen mutmaßliche Extremisten bei einem Anschlag gegen Christen in Bahawalpur 16 Gläubige. Im März kamen fünf Menschen, darunter zwei Amerikaner, bei einem Anschlag auf eine Kirche im Diplomatenviertel von Islamabad ums Leben. Im Mai kamen bei einem Selbstmordanschlag 11 französische Experten und 3 Pakistanis ums Leben. Bei einem Bombenanschlag auf das US-Konsulat in Karachi im Juni wurden 13 Menschen getötet.

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