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Chronik: Der Bieterwettstreit um Kirch Media

Chronik zum Zerfall der Kirch-Gruppe und des Bieterwettstreits um KirchMedia.

rtr FRANKFURT. Die gesamte Gruppe bestand einst aus der Dachgesellschaft TaurusHolding sowie den drei Säulen Kirch Media (Produktion, Rechtehandel, ProSiebenSat.1), KirchPayTV (Premiere) und Kirch-Beteiligung (Formel 1, Anteil an Axel Springer Verlag):

Kirch-Gesellschaften melden Insolvenz

Dezember 2001: Erste Gerüchte über die Finanzkrise der Kirch-Gruppe tauchen auf. Die Dresdner Bank fordert einen Kredit über 460 Mill. ? von Kirch zurück.

30. Januar 2002: Der Hamburger Axel Springer Verlag übt eine Verkaufsoption über 767 Mill. ? für 11,5 % an ProSiebenSat.1 aus. Kirch bestreitet die Gültigkeit der Option.

05. Februar: Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, äußert Zweifel an der Kreditwürdigkeit Kirchs.

25. Februar: Kirch engagiert die Sanierungsexperten Wolfgang van Betteray und Hans-Joachim Ziems.

05. April: Die Verhandlungen von Banken und Gesellschaftern von Kirch Media über eine Rettung der Gesellschaft scheitern.

08. April: Kirch Media meldet Insolvenz an.

08. Mai: Kirch PayTV meldet Insolvenz an.

12. Juni: Die Dachgesellschaft TaurusHolding sowie die letzte Säule der Gruppe, Kirch-Beteiligung, melden Insolvenz an.

Bauer Favorit im Bieterstreit

13. Juni: Der Bauer-Verlag äußert erstmals öffentlich ein Interesse an Kirch Media.

01. August: Sieben Interessenten haben Angebote für Kirch Media vorgelegt. Darunter eine Gruppe aus Bauer, Springer und HVB Group, der US-Investor Saban und der französische Sender TF1

09. August: Drei Bietergruppen kommen in die engere Wahl, das Konsortium ist nicht dabei.

19. September: Das Konsortium tritt mit einem verbesserten Angebot wieder in das Bieterverfahren ein.

10. Oktober: Der Gläubigerausschuss stimmt dem Verkauf des Sportrechtegeschäfts an das Management der Kirch Sport AG um Ex-Fußballnationalspieler Günter Netzer zu.

30. Oktober: Kirch Media startet exklusive Gespräche mit dem Bauer/HVB-Konsortium, an dem Springer nicht mehr beteiligt ist.

20. Dezember: Kirch Media einigt sich mit der Bietergruppe um Bauer im Grundsatz auf eine Übernahme von ProSiebenSat.1 und der Filmrechtegesellschaft.

Saban betritt die Bühne

21. Januar 2003: Haim Saban tritt mit einem überarbeiteten Angebot an die Kirch Media-Geschäftsführung heran.

12. März: Bauer zieht sich aus dem Bieterwettstreit zurück.

16. März: Kirch Media und Saban vereinbaren Übernahme von ProSiebenSat.1, später auch der Filmrechtebibliothek

16. April: Die Kirch Media-Gläubigerbanken drohen mit dem Scheitern der Verhandlungen mit Saban, weil dieser bereits gemachte Zusagen nicht einhalte

13. Mai: Saban scheitert mit Übernahmeangebot für KirchMedia-Sportsender DSF, Zuschlag erhält ein Konsortium um KarstadtQuelle und EM.TV

4. Juni: Die Verhandlungen mit Saban über ProSiebenSat.1 und die Filmrechtebibliothek scheitern. Nun will Kirch Media die Geschäfte weiterführen und mit den Gläubigerbanken finanzieren.

18. Juni: Saban plant nach Angaben aus Kreisen ein neues Angebot für ProSiebenSat.1 ohne die Filmbibliothek.

3. August: Saban legt zusammen mit fünf Finanzinvestoren Angebot vor. Er bietet 7,50 ? je ProSiebenSat.1-Stammaktie

5. August. Der Kirch Media-Gläubigerausschuss soll über Saban-Offerte entscheiden. Die Beteiligungsfirma Apax Partners legt überraschend ein Angebot über 8 ? je Stammaktie vor.

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