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Chronik der Jenoptik AG

Die Entstehungsgeschichte der Jenoptik Aktiengesellschaft geht zurück bis zum Mechaniker Carl Zeiss, der 1846 in Jena eine feinmechanische Werkstatt gründete. 1948 wurde das Zeiss-Werk und das Glaswerk Schott in Volkeigentum überführt, und am 1. Juli 1990 übernimmt die Treuhandanstalt die Carl Zeiss Jena GmbH. Die Umstrukturierung des Unternehmens in eine Holdinggesellschaft und die Erstnotierung der Jenoptik-Aktie am 16. Juni 1988 setzen die Entwicklung des Unternehmens fort.

ul DÜSSELDORF.

Das Unternehmen Zeiss

19.11.1846: Der Mechaniker Carl Zeiss eröffnet eine feinmechanische Werkstatt in Jena. Gründung der Firma "Carl Zeiss".

03.07.1866: Eintritt des Jenaer Universitätsprofessors Ernst Abbe in die Zeiss-Werkstatt. Abbe entwickelt die optischen Grundlagen für den wissenschaftlichen Bau von Mikroskopen.

19.05.1889: Ernst Abbe wird nach dem Tod von Carl Zeiss alleiniger Inhaber des Unternehmens und gründet die Carl-Zeiss-Stiftung Jena, in deren Eigentum später die Firma Carl Zeiss und das Glaswerk Schott übergehen.

01.07.1948: Das Zeiss-Werk und das Glaswerk Schott werden in Volkseigentum überführt. Das Zeiss-Werk entwickelt sich zum Leitbetrieb des wissenschaftlichen Gerätebaus in der DDR und später zum Kombinat.

Sanierung

Der alte Gebäudebestand in und um Jena wird komplett abgerissen. Das Unternehmen ist an der Erweiterung der Universität und des Stadtbilds sowie dem Bau von Wohnungen beteiligt.

01.07.1990: Die Treuhandanstalt übernimmt die Carl Zeiss Jena GmbH mit 12 Betrieben mit 27.000 Beschäftigten.

01.10.1991: Aus der Gesellschaft gehen die Jenoptik GmbH, die zu 100 Prozent dem Freistaat Thüringen gehört, und die Carl Zeiss Jena GmbH, als Tochter von Carl Zeiss, Oberkochen, hervor. Dr. h. c. Lothar Späth wird Vorsitzender der Geschäftsführung der Jenoptik.

01.01.1994: Die Jenoptik GmbH strukturiert sich als Holdinggesellschaft. Die Jenoptik Technologie GmbH wird gegründet und übernimmt das operative Geschäft mit den Bereichen Automatisierungs-, Medizin-, Mikrofertigungs- und Sondertechnik.

Strategische Allianzen und Synergie-Effekte

Jenoptik erwirbt Firmen, die in die langfristige Strategie passen. Gleichzeitig werden Verlustbringer abgestoßen. Vorhandene Technologie und Finanzkraft werden durch internationale Kontakte und engmaschige Vertriebsnetze ergänzt. Jenoptik hat den Zugang zum Weltmarkt erlangt. Durch das Zusammenspiel der Einzelfirmen kann Jenoptik in verschiedenen Technologiefeldern als Systemanbieter auftreten.

01.10.1994: Die Jenoptik GmbH übernimmt das baden-württembergische Unternehmen MEISSNER+WURST GmbH+Co., Stuttgart.

01.07.1995: Die Jenoptik Technologie GmbH strukturiert sich in die Unternehmen: JENOPTIK Automatisierungstechnik GmbH, JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH, JENOPTIK INFAB GmbH.

01.01.1996: Die Jenoptik firmiert als Aktiengesellschaft.

18.04.1996: Die Jenoptik übernimmt eine mehrheitliche Beteiligung am Telekommunikations KRONE AG, -Unternehmen Berlin.

01.10.1997: Die Jenoptik AG hat eine neue Gesellschafterstruktur. Von institutionellen Anlegern und Privatpersonen werden 50 Prozent plus eine Aktie gehalten. Der Freistaat Thüringen, bisheriger Alleingesellschafter, hält die restlichen Anteile.

12.12.1997: Die Jenoptik AG übernimmt die ESW Extel Systems Wedel GmbH & Co.KG, Wedel, bei Hamburg.

20.08.1998: Meissner+Wurst GmbH+Co. und die von der Jenoptik AG erworbene Zander Klimatechnik AG fusionieren zur M+W Zander Holding GmbH.

01.07.1999: Die Jenoptik AG führt die Restrukturierung und weitere Konzentration auf die technologischen Kernkompetenzen fort. Krone AG wird an die amerikanische Gruppe GenTek verkauft. Infab wird in den US-Halbleiter-Ausrüster Brooks Automation eingebracht.

Gang an die Börse

16.06.1998: Erstnotierung der Jenoptik-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse.

45,30 Mark lautete der erste Kurs der Jenoptik-Aktie in Frankfurt. Er lag damit 33 Prozent höher als der Emissionspreis von 34 Mark. Am ersten Handelstag wurden auf dem Frankfurter Börsenparkett 1,18 Millionen Stück Jenoptik-Aktien gehandelt. Nach dem Einbruch der Aktie in 99 auf unter 15 Euro hat sie sich im Verlauf des Jahres 2000 Mitte des Jahres bei rund 32 Euro eingependelt.

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