Chronik der "längsten" US-Präsidentschaftswahl
US-Präsidentschaftswahl dauert schon 21 Tage an

Reuters WASHINGTON. Die Wahlkommission in Florida hat am Sonntag den Republikaner George W. Bush zum dortigen Sieger der US-Präsidentenwahl erklärt. Der Bundesstaat entscheidet mit seinen 25 Stimmen im Wahlmännerkollegium über den zukünftigen Präsidenten der USA. Die Demokraten kündigten an, das Ergebnis gerichtlich anzufechten. Nachfolgend eine Chronik der wichtigsten Ereignisse beim Streit um den Ausgang der US-Präsidentenwahlen:



7. November - US-Präsidentenwahlen, zugleich Wahlen zum amerikanischen Kongress.

8. November - Mehrere Fernsehstationen rufen den Kandidaten der Republikaner, George W. Bush, zum Sieger aus. Der Kandidat der Demokraten, Al Gore, gratuliert Bush, zieht das Eingeständnis seiner Niederlage jedoch wieder zurück, weil das Wahlergebnis in Florida so knapp ist, dass die Stimmen noch einmal ausgezählt werden müssen.

10. November - Bei der maschinellen Nachzählung schrumpft Bushs knapper Stimmen-Vorsprung in Florida. Für die Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses muss deshalb noch der Eingang der Briefwahlstimmen abgewartet werden. In einigen Bezirken beginnen Kontrollzählungen per Hand.

11. November - Bush erhebt Einspruch gegen die Handauszählungen in vier Wahlbezirken Floridas.

16. November - Der Oberste Gerichtshof Floridas lässt Fortsetzung der Handauszählungen zu.

17. November - Floridas Oberster Gerichtshof verbietet Harris, ein vorläufiges Endergebnis sofort nach Auszählung der Briefwahlstimmen bekannt zu geben.

18. November - Nach Auszählung der Briefwahlstimmen baut Bush seinen Vorsprung gegenüber Gore um mehrere hundert Stimmen auf 930 Stimmen aus.

21. November - Floridas oberste Richter entscheiden, dass die Nachzählungen von Hand in das vorläufige amtliche Endergebnis eingerechnet werden müssen. Gleichzeitig ordnen sie an, dass die Ergebnisse der Nachzählungen bis zum 26. November vorliegen müssen.

23. November - Ein Berater Gores kündigt an, Gore werde die Wahlen in Florida nicht anerkennen, falls Bush zum Sieger erklärt werde.

24. November - Der Oberste Gerichtshof der USA lässt einen Einspruch der Anwälte Bushs gegen die Handauszählungen in Florida zur Anhörung zu. Als Termin für die Anhörung wird der 1. Dezember angesetzt.

26. November - Florida verkündet das vorläufige amtliche Endergebnis. Bush erhält danach bei knapp sechs Mill. abgegeben Stimmen 537 Stimmen mehr als Gore. Gore-Lager kündigt an, Ergebnis gerichtlich anzufechten.

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