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Chronik des Lebens der Hannelore Kohl

Der Selbstmord von Hannelore Kohl löste in ganz Deutschland Betroffenheit aus. Am Mittwoch nahmen zahlreiche Vertreter von Politik und Gesellschaft bei einer Trauerfeier im Dom zu Speyer Abschied von der Ehefrau des Altkanzlers Helmut Kohl. Im folgenden lesen sie eine Chronik ihres Lebens:

07. März 1933 - In Berlin wird Hannelore Renner als Tochter des Ingenieurs Wilhelm Renner und seiner Frau Irene geboren.

1935 - Die Familie zieht nach Leipzig um. Hannelore wächst dort auch auf.

1945 - Die Familie Renner wird durch den Krieg nach Ludwigshafen vertrieben.

1948 - Helmut Kohl und Hannelore Renner lernen sich beim Tanz im Gasthof "Zum Weinberg" näher kennen. Zuvor hatten sie sich schon ein erstes Mal bei einem Klassenfest gesehen.

1951 - Nach ihrem Abitur besucht sie die Dolmetscherschule in Germersheim. Nach einem Aufenthalt in Paris arbeitet sie als Fremdsprachenkorrespondentin bei Basf in Ludwigshafen.

27. Juni 1960 - Hochzeit von Hannelore Renner und Helmut Kohl. Kohl ist CDU-Stadtrat in Ludwigshafen und Mitglied des Landesvorstandes.

1963 - Sohn Walter wird geboren.

1965 - Geburt von Sohn Peter

19. Mai 1969 - Kohl übernimmt das Amt des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, damit wird Hannelore Kohl Landesmutter von Rheinland-Pfalz.

1971 - Hannelore Kohl tritt in die CDU ein und übernimmt die Schirmherrschaft des Fördervereins der Walter-Poppelreuter-Unfallklinik des Bundes Deutscher Hirngeschädigter in Vallendar bei Koblenz.

01. Oktober 1982 - Der Bundestag wählt Helmut Kohl zum Bundeskanzler.

1983 - Hannelore Kohl gründet in Bonn das Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems und übernimmt das Amt der Präsidentin.

1985 - Ihr erstes Kochbuch "Was Journalisten anrichten" wird veröffentlicht.

1988 - Das Land Rheinland-Pfalz verleiht ihr den Verdienstorden.

02./03. Oktober 1990 - Das Ehepaar Kohl feiert vor dem Berliner Reichstag die deutsche Einheit.

1993 - Die Hannelore-Kohl-Stiftung für Unfallopfer zur Förderung der Rehabilitation Hirnverletzter wird gegründet.

März 1993 - Nach der Einnahme von Penizillin während einer Grippe-Infektion erkrankt sie an einer schweren Form der Lichtallergie.

1995 - Die Universität Greifwald verleiht ihr die Ehrendoktorwürde.

1996 - Hannelore Kohl stellt ihr zweites Kochbuch "Kulinarische Reise durch deutsche Lande" vor.

1997 - Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zeichnet sie mit der "Goldenen Ehrennadel" aus.

27. September 1998 - Helmut Kohl verliert die Bundestagswahl.

1999 - Sie übernimmt das Amt der Geschäftsführerin in einer Politikberatungsfirma ihres Mannes.

1999 - Bundespräsident Roman Herzog verleiht Hannelore Kohl in Würdigung ihres Einsatzes für hirnverletzte Unfallopfer das Bundesverdienstkreuz.

26. Mai 2001 - Wegen ihrer schweren Krankheit kann sie nicht an der Hochzeit ihres Sohnes Peter in Istanbul teilnehmen.

05. Juli 2001 - Um 11.15 Uhr wird Hannelore Kohl tot in ihrem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim aufgefunden. Am Nachmittag wird bekannt, dass sie ihrem Leben "auf Grund der Hoffnungslosigkeit ihrer gesundheitlichen Lage" mit einer Überdosis Tabletten selbst ein Ende gesetzt hatte.

11. Juli 2001 - Nach einer Trauerfeier im Dom zu Speyer wird Hannelore Kohl in Ludwigshafen beigesetzt.

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