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Chronik: George W. Bushs langer Weg zum Sieg

rtr WASHINGTON. Mehrs als fünf Wochen nach der US-Präsidentenwahl am 7. November hat der Republikaner George W. Bush in der Nacht zum Donnerstag den Sieg errungen. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse seit der Wahl und im Rechtsstreit Bushs mit dem Demokraten Al Gore (alle Zeiten MEZ):

8. November, 08.16 Uhr
Nach TV-Berichten über einen Sieg Bushs im Bundesstaat Florida wird dieser zum Wahlsieger erklärt.

8. November, 08.30 Uhr
Gore gesteht in einem Telefongespräch mit Bush seine Niederlage ein.

8. November, 09.30 Uhr
Gore zieht sein Eingeständnis zurück. Zehn Minuten später melden TV-Sender, das Rennen in Florida sei äußerst eng, das Ergebnis vorerst offen.

10. November
Mit Ausnahme eines Bezirks wird in ganz Florida eine erste Nachzählung beendet. Es finden zusätzliche Nachzählungen statt.

11. November
Bush klagt gegen Handnachzählungen in vier Bezirken, die als Hochburgen Gores gelten.

13. November
Ein Bundesrichter lehnt den Antrag Bushs ab, die Nachzählungen zu stoppen. Die Wahlkommission von Florida kündigt für den folgenden Tag die Feststellung eines amtlichen Ergebnisses an. Gore schließt sich einer Klage dagegen an.

14. November
Ein Richter in Florida lässt zwar die Frist für eine offizielle Anerkennung der Ergebnisse zu, entscheidet jedoch auch, dass die Nachzählungen nachträglich später einbezogen werden können. Bush führt nach der offiziellen Zählung mit 300 Stimmen.

16. November
Der Oberste Gerichtshof Floridas lehnt einen Antrag ab, die Auszählungen per Hand in Hochburgen der Demokraten zu stoppen.

17. November
Ein Richter in Florida lehnt es ab anzuordnen, dass die Ergebnisse von Handauszählungen ins Endergebnis einfließen müssen. Gore legt Berufung gegen die Entscheidung ein.

Der Oberste Gerichtshof Floridas verbietet der Innenministerin des Bundesstaates die Verkündung eines Wahlergebnisses nach der Auszählung von Briefwahlstimmen aus dem Ausland.

18. November
Nach der Einbeziehung der Briefwahlstimmen aus dem Ausland führt Bush in Florida mit 930 Stimmen.

21. November
Das Oberste Gericht Floridas entscheidet, dass die Handauszählungen fortgeführt und in das abschließende Ergebnis einbezogen werden dürfen.

26. November
Die Innenministerin von Florida erklärt Bush offiziell zum Wahlsieger in Florida.

04. Dezember
Der Oberste Gerichtshof der USA leitet ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Florida zur Überprüfung zurück an dieselbe Instanz.

08. Dezember
Der Oberste Gerichtshof Floridas ordnet eine Nachzählung per Hand von 9000 Stimmen in dem Wahlbezirk Miami-Dade und anderen Bezirken mit noch unklaren Stimmkarten an. Bush legt Berufung gegen die Entscheidung ein.

09. Dezember
Nur Stunden nach Beginn der Nachzählung stoppt der Oberste Gerichtshof der USA in Washington diese wieder. Das Gericht gibt mit fünf zu vier Stimmen einem Eilantrag von Bushs Anwälten statt. Die Nachzählung wird bis zu einer für den 11. Dezember angesetzten Anhörung ausgesetzt.

11. Dezember
Das Oberste Gericht in Washington hört sich die Argumente beider Parteien an.

12. Dezember
Das Oberste Gericht bezeichnet die Nachzählungen für verfassungswidrig, weil sie gegen den Gleichheitsgrundsatz und das Gebot eines rechtsstaatlichen Verfahrens verstoßen. Zudem lehnt es Neuauszählungen ab, da sich das Problem nicht mehr rechtzeitig lösen lasse.

13. Dezember
Gore beendet den juristischen Streit und räumt im Fernsehen seine Niederlage ein. Bush spricht als künftiger Präsident zur Nation und ruft diese wie Gore zur Versöhnung und Geschlossenheit auf.

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