Chronische Überkapazität und Preisverfall
Infineon sieht Hynix Micron-Gespräche gelassen

Da sich die Gespräche offenbar noch in einem frühen Stadium befänden und noch keine Details über eine mögliche Allianz bekannt seien, könne Infineon mögliche Auswirkungen auf die Branche nicht kommentieren, sagte ein Infineon-Sprecher am Montag.

Reuters MÜNCHEN. Die Gespräche des Münchener Konzerns mit der japanischen Toshiba über eine Kooperation im Speicherchipbereich liefen weiter. Früheren Angaben zufolge sollen die Verhandlungen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Wegen einer chronischen Überkapazität und einem Verfall der Speicherchip-Preise unter die Herstellungskosten steckt die Halbleiter-Branche derzeit in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Die Gespräche von Hynix und Micron seien vor dem Hintergrund des Konsolidierungsdrucks in der Branche zu sehen, sagte der Infineon-Sprecher. Analysten zufolge müssen in dem Sektor massiv Kapazitäten abgebaut werden, um die Preise bei den sogenannten DRAMs, die vor allem in Computer zum Einsatz kommen, zu stabilisieren.

Die Infineon-Aktien stiegen am Montag um mehr als 2 %, was Händler mit Hoffnungen für eine dringend benötigte Konsolidierung in der Chipbranche begründeten. Gegen Mittag lagen die Aktien in einem allgemein schwachen Gesamtmarkt aber nur noch um 0,14 % über dem Schlusskurs vom Freitag bei 21,96 €.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%