Chronologie
100 Tage Waffen-Inspektionen im Irak

Seit hundert Tagen suchen Inspekteure der UN und der Internationalen Atomenergiebehörde im Irak nach verbotenen Waffen.

HB/dpa HAMBURG. Die Resolution 1441 des Weltsicherheitsrats vom 8. November hat mit "ernsten Konsequenzen" gedroht, falls das Land seine Bestände nicht offenlegt und vernichtet.

27. November: Knapp drei Wochen nach Verabschiedung der Resolution nehmen die Inspekteure unter der Leitung von Hans Blix und Mohammed el Baradei ihre Arbeit auf.

7. Dezember: Wie in der Resolution gefordert, legt Bagdad fristgerecht einen Waffenbericht vor. Die USA und Großbritannien kritisieren das 12 000 Seiten umfassende Dokument als unzureichend.

9. Januar: Blix informiert den Weltsicherheitsrat, dass bislang keine illegalen Waffen gefunden wurden. Der irakische Bericht sei jedoch lückenhaft.

16. Januar: Inspekteure entdecken südlich von Bagdad zwölf nicht deklarierte Chemiewaffen-Sprengköpfe. Die irakische Regierung spielt den Fund herunter.

27. Januar: In ihrem ersten Bericht an den Rat werfen Blix und el Baradei dem Irak schwere Versäumnisse vor. Gleichzeitig fordern sie mehr Zeit für weitere Inspektionen.

28. Januar: US-Präsident George W. Bush stellt dem Irak zwar kein Ultimatum für die Entwaffnung, bekräftigt aber die Kriegsbereitschaft der USA.

5. Februar: US-Außenminister Colin Powell präsentiert dem Sicherheitsrat Geheimdienstmaterial über das irakische Potenzial. Zehn osteuropäische Länder stellen sich demonstrativ auf die Seite der USA.

14. Februar: Zweiter Bericht von Blix und El Baradei an den Sicherheitsrat. Beweise für Massenvernichtungswaffen seien nicht gefunden worden, ihre Existenz jedoch nicht auszuschließen. Iraks Staatschef Saddam Hussein verbietet per Dekret Entwicklung und Import solcher Waffen.

23. Februar: Der Irak stimmt dem Einsatz von deutschen Drohnen und französischen Mirage-Maschinen zur Aufklärung seines Staatsgebietes zu. Den Einsatz von U2-Spionageflugzeugen hatte Bagdad bereits Mitte Februar genehmigt.

24. Februar: Die USA, Großbritannien und Spanien legen dem Sicherheitsrat den Entwurf einer neuen Resolution vor, die einen Krieg legalisieren soll. Ein gegenläufiges Memorandum Frankreichs, Russlands und Deutschlands verlangt eine Intensivierung der Kontrollen.

1. März: Der Irak beginnt fristgemäß mit der Zerstörung seiner unerlaubten Raketen von Typ Al Samoud 2. Blix hatte dies am 21. Februar ultimativ verlangt.

5. März: Blix lobt Bagdads Kooperation in den vergangenen Wochen. Die Vernichtung der Raketen sei "reale Abrüstung". Die Vernehmung von irakischen Wissenschaftlern ohne Aufpasser sei "informativ" gewesen.

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