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Chronologie: Die Entwicklung der Mazedonien-Krise

dpa HAMBURG. Mit dem Vorrücken der mazedonischen Armee gegen Rebellenstellungen bei Tetovo hat die Mazedonien-Krise einen neuen Höhepunkt erreicht. Sie begann vor genau zwei Monaten:

- 22. Januar: Die albanische Rebellenorganisation "Nationale Befreiungsarmee" (UCK) verübt einen Anschlag auf eine Polizeistation in der Ortschaft Tearce. Ein Beamter stirbt.

- 20. Februar: Die mazedonische Regierung gibt die Besetzung des Dorfes Tanusevci unweit der Hauptstadt Skopje durch etwa 200 bewaffnete Rebellen aus dem Kosovo bekannt. Die Kosovo-Friedenstruppe KFOR bestreitet das.

- 14. März: Ein Albaner stirbt bei einer Schießerei zwischen Rebellen und der Polizei in Tetovo. Unweit der Stadt verschanzen sich UCK- Extremisten auf einem Berg.

- 16. März: In Tetovo wird eine Kaserne mit dort stationierten Bundeswehrsoldaten beschossen. Verteidigungsminister Scharping kündigt die Verlegung von Leopard-Kampfpanzern aus dem Kosovo nach Tetovo an.

- 19. März: Mazedonische Truppen rücken ins Krisengebiet ein. Die meisten der deutschen Soldaten verlassen die Kaserne in Tetovo. Die EU-Außenminister schließen ein direktes militärisches Eingreifen aus.

- 20. März: Die Regierung fordert die "Terroristen" ultimativ auf, die Waffen bis zur Mitternacht des 21. März niederzulegen.

- 21. März: Wenige Stunden vor Ablauf des Ultimatums ruft die UCK einen einseitigen Waffenstillstand aus, will aber weiter über eine Teilung Mazedoniens in eine Konföderation verhandeln.

- 22. März: Die Armee nimmt die Rebellenstellungen unter Feuer.

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