Chronologie
Die Geschichte der großen Koalition in Berlin

dpa BERLIN. Vor gut zehn Jahren - am 24. Januar 1991 - nahm die erste CDU/SPD-Koalition in Berlin unter Führung des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) ihre Arbeit auf. Am Dienstag kam der CDU/SPD-Senat zu seiner wahrscheinlich letzten Sitzung zusammen.

Stationen der großen Koalition:

2.12 1990: Bei den ersten Gesamtberliner Abgeordnetenhauswahlen nach der deutschen Vereinigung erhält die CDU 40,4 %, die SPD 30,4 % der Stimmen. Am 24.1 1991 wird eine große Koalition gebildet.

23.9 1993: Die teuer finanzierte Olympiabewerbung Berlins scheitert. Die Sommerspiele 2000 gehen an Sydney (Australien).

25.2 1996: Vier Monate nach den Abgeordnetenhauswahlen am 22.10 1995 wird nach extrem langwierigen Verhandlungen die Fortsetzung der großen Koalition beschlossen (CDU 37,4 %, SPD 23,6 %).

5.5 1996: Die Länderfusion mit Brandenburg scheitert an den Brandenburger Wählern.

Mai 1996: Bund, Berlin und Brandenburg beschließen den Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld zum internationalen Großflughafen.

Ende 1996: Innerhalb von fünf Jahren sind 25 000 Stellen in der Verwaltung gestrichen worden. Weitere 25 000 sollen folgen.

10.10 1999: Die CDU gewinnt die Abgeordnetenhauswahlen mit 40,8 %, die SPD erhält 22,4 %. Nach zweimonatigen Gesprächen einigen sich beide Parteien auf die Fortsetzung der Koalition.

1.1 2001: Die Bezirksreform tritt in Kraft. Die Zahl der Berliner Bezirke wird von 23 auf zwölf reduziert.

26.1 2001: Laut Zeitungsberichten will SPD-Landeschef Peter Strieder die große Koalition vor 2004 platzen lassen. Angeblich denkt die SPD an eine Übergangsregierung mit PDS und Grünen. Die SPD dementiert.

Februar 2001: CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky kommt wegen einer Barspende und zeitnahen riskanten Immobilienkrediten unter Druck und wird zum Auslöser der Finanz- und Regierungskrise.

28.2 2001: Finanzsenator Peter Kurth (CDU) verhängt eine Haushaltssperre.

27.5 2001: Diepgen kündigt an, dass Berlin wegen der Schieflage der Bankgesellschaft in diesem Jahr zusätzlich sechs Mrd.. DM Schulden aufnehmen muss.

6.6 2001: Nach einer vierstündigen Sitzung des Koalitionsausschusses kündigt die SPD die große Koalition auf.

7.6 2001: Die SPD will Neuwahlen am 23. September und kündigt einen Misstrauensantrag gegen Diepgen für den Fall an, dass die CDU einem raschen Wahltermin nicht zustimmt.

12.6 2001: Der Senat kommt zu seiner vermutlich letzten Sitzung in alter Besetzung zusammen, bevor am 14.6. der Abwahlantrag gegen Diepgen gestellt wird. Das Abgeordnetenhaus entscheidet darüber am 16. Juni 2001.

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