Chronologie
Konflikt zwischen Kamphaus und dem Vatikan

Länger als ein Jahr dauerte der Konflikt zwischen Bischof Kamphaus und dem Vatikan über den Sonderweg des Bistums Limburg in der Schwangeren-Konfliktberatung.

dpa FRANKFURT/MAIN. Länger als ein Jahr dauerte der Konflikt zwischen Bischof Franz Kamphaus und dem Vatikan über den Sonderweg des Bistums Limburg in der Schwangeren-Konfliktberatung. Eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse:

1. Januar 2001: Mit Ausnahme von Kamphaus steigen alle 27 katholischen Bischöfe in Deutschland aus der gesetzlichen Schwangeren-Konfliktberatung aus und folgen damit einer Weisung von Papst Johannes Paul II. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit. In vielen Bistümern übernimmt der katholische Laienverein "Donum Vitae" (Geschenk des Lebens) die Konfliktberatung.

22. Januar 2001: Der Vatikan räumt Kamphaus eine Frist bis Ende 2001 ein. Bis dahin darf das Bistum Limburg in der gesetzlichen Schwangeren-Konfliktberatung bleiben. Bis zum Ende des Jahres sollen die Erfahrungen ausgewertet und dann neu entschieden werden.

4. Mai 2001: Kamphaus kündigt an, alle elf Beratungsstellen seiner Diözese zu besuchen. Die Zahl der Rat suchenden Frauen bei der katholischen Schwangerschafts-Konfliktberatung im Bistum habe zugenommen.

31. Dezember 2001: Auch nach Ablauf der Frist, die Rom Kamphaus gesetzt hat, bleibt das Bistum Limburg in der staatlichen Schwangeren-Konfliktberatung. Ende November hatte Kamphaus in einem Bericht an den Vatikan die Erfahrungen mit dem Verbleib in der Konfliktberatung beschrieben.

2. Februar 2002: Kamphaus feiert seinen 70. Geburtstag. Spekulationen, er werde zu diesem Datum zurücktreten, erfüllen sich nicht.

19. Februar 2002: Während der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Stuttgart verdichten sich die Hinweise auf eine baldige Entscheidung. Der Limburger Weihbischof Gerhard Pieschl sagt, er stehe nicht als möglicher Koadjutor von Kamphaus zur Verfügung.

8. März 2002: Das Bistum Limburg muss auf Weisung des Papstes aus der staatlichen Schwangeren-Konfliktberatung aussteigen. Den Ausstieg soll Pieschl als Weihbischof mit Sondervollmachten organisieren.

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