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Chronologie: Tarifverhandlungen dauerten rund vier Monate

Nach rund vier Monaten steht der schwerste Tarifstreit in der Geschichte der Lufthansa vor dem Ende. Im Februar nahm das Unternehmen die Gespräche mit der Pilotenvereinigung Cockpit und - für das Bodenpersonal - mit den Gewerkschaften ÖTV und DAG (später ver.di) auf.

dpa FRANKFURT. Eine Chronologie der Tarifverhandlungen:

- 5. Februar: Erste Sondierungsgespräche mit den Gewerkschaften ÖTV und DAG für die 50 000 in Deutschland tätigen Mitarbeiter am Boden und in den Kabinen. Zum Auftakt der Verhandlungen für die 4 200 Piloten und Copiloten fordert die Vereinigung Cockpit Gehalts- Verbesserungen von durchschnittlich mehr als 30 Prozent.

- 23. März: Ein Warnstreik des Boden- und Kabinenpersonals führt zu Beeinträchtigungen des Flugverkehrs. 7 000 Passagiere sind betroffen.

- 24. März: Die Lufthansa einigt sich mit der Gewerkschaft ver.di auf eine um 3,5 Prozent höhere Grundvergütung für das Boden- und Kabinenpersonal. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 14 Monaten.

- 28. März: Mehr als 200 Piloten legen die Arbeit nieder. Wegen des Warnstreiks fallen mehr als 100 Flüge aus.

- 9. April: Lufthansa bietet inzwischen Gehaltsverbesserungen von 10 bis 16,7 Prozent für das laufende Jahr. Cockpit bleibt bei ihren Forderungen und ruft die Piloten zur Urabstimmung auf. Ein Streik wird somit immer wahrscheinlicher.

- 3. Mai: 96,2 Prozent der stimmberechtigten Cockpit-Mitglieder votieren in der Urabstimmung für einen unbefristeten Streik.

- 4. Mai: Die Lufthansa-Piloten legen für zwölf Stunden die Arbeit nieder. Von 500 geplanten Flügen fallen etwa drei viertel aus, 30 000 Passagiere sind betroffen.

- 9. Mai: Die Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und der Vereinigung Cockpit werden erneut ausgesetzt. Die Gewerkschaft weist das neue Angebot der Lufthansa zurück, das eine Gehalts- Steigerung von 10,6 Prozent sowie eine Ergebnisbeteiligung von zwei Monatsgehältern vorsieht.

- 10. Mai: Der erste ganztägige Streik der Piloten führt zu mehr als 900 Flugabsagen. 114 000 Passagiere sind betroffen.

- 18. Mai: Beim zweiten ganztägigen Pilotenstreik fallen 780 Flüge aus.

- 22. Mai: Piloten und Lufthansa erklären ihre Tarifgespräche für endgültig gescheitert und entschließen sich zur Schlichtung.

- 28. Mai: Der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) nimmt als Schlichter die Vermittlung auf.

- 8. Juni: Cockpit und Lufthansa akzeptieren Genschers Schlichtungsspruch über höhere Pilotengehälter.

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