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CIA erwägt im Anti-Terror-Kampf gezielte Tötungen

Der US-Geheimdienst CIA erwägt nach einem Zeitungsbericht Personen zu töten, die von den USA als Terroristen bezeichnet werden. Wie die Zeitung "Washington Post" am Sonntag berichtete, sieht sich der CIA zu solchen verdeckten Einsätzen befugt. Der Geheimdienst berufe sich dabei auf geheime Papiere der Regierungen von US-Präsident George W. Bush und dessen Vorgänger Bill Clinton.

Reuters WASHINGTON. Nach Einschätzung der US-Regierung würden die Tötungen nicht gegen rechtliche Bestimmungen verstoßen. Dem Bericht zufolge gab der CIA in den 70er-Jahren verdeckte Tötungen auf, nachdem eine Serie von Attentaten Skandale ausgelöst hatte und der Dienst durch Anordnungen des Präsidenten stärker kontrolliert werden sollte.

Nach den Attentaten in den USA am 11. September hat Bush eine Reihe von Untersuchungsergebnissen gebilligt, die sich mit Angriffen gegen den moslemischen Extremisten Osama bin Laden und dessen Organisation, El Kaida, befassen. Bushs Vorgänger Bill Clinton hatte 1998 begonnene verdeckte Einsätze gegen El Kaida genehmigt. Die neue Untersuchungen gehen dem Blatt zufolge unter anderem der Frage nach, wie viele Verbündete Bin Ladens getötet werden könnten.

Die USA machen Bin Laden und El Kaida für die Anschläge in New York und bei Washington verantwortlich, bei denen vermutlich etwa 5400 Menschen getötet wurden. Seit dem 7. Oktober greifen die USA mit britischer Unterstützung in Afghanistan Ziele der Organisation und der radikal-islamischen Taliban-Regierung an. Die USA hatten die Taliban zuvor vergeblich aufgefordert, Bin Laden auszuliefern.

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