Ciena legt um elf Prozent zu
US-Börsen: Nasdaq dreht wieder ins Plus

Zur Mittagsstunde haben sich die US-Märkte von ihren morgendlichen Tiefstständen erholt. Nach einem Flugzeugabsturz im New Yorker Stadtteil Queens verliert der Dow Jones Index 31 Punkte und handelt zur Stunde bei 9576 Punkten. Der technologieorientierte Nasdaq Index dreht sogar zehn Punkte ins Plus und steht bei 1834 Punkten.

NEW YORK. >n der Börse richten sich alle Augen auf die Airline-Aktien. Der Sektor, der schon nach den Terror-Attacken des 11. September massiv eingebrochen war, muss auch nach dem Absturz am Morgen dramatische Verluste einstecken. AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, hat zeitweise mehr als 28 Prozent ihres Kurswertes verloren und notiert zur Stunde mit einem Minus von zwölf Prozent. Die übrigen Carrier verlieren im Branchenmittel gut sieben Prozent. Der Hotelsektor und die Papiere der Reiseanbieter geben ebenfalls stark nach.

Auch den Entertainern prognostizieren Händler erneute Einbrüche. Aktien von Disney hatten vorbörslich noch drei Prozent zugelegt, nachdem die Analysten der Deutsche Bank Alex Brown den Titel aufgewertet und zum Kauf empfohlen hatten. Die Experten sehen für die Aktie auf zwölf Monate ein Kursziel von 25 Dollar. Nach dem Flugzeugabsturz dürfte - ob Terror oder nicht - vielen Amerikanern der Sinn nicht mehr nach Kino und Freizeitpark stehen. Erneute Verluste bahnen sich an, und Disney verliert zur Stunde 3,5 Prozent an Wert.

Nach dem Absturz notieren alle Sektoren an der Wall Street im Minus. Gewinner gibt es zur Mittagsstunde nur wenige. Zu ihnen gehört Ciena. Das Unternehmen hatte am Morgen die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal von vier bis sechs Cents pro Aktie bestätigt. Außerdem wird man 380 Stellen streichen, was einem Abbau von zehn Prozent der Angestellten entspricht, um in Zukunft Kosten zu sparen. Ciena legt mehr als elf Prozent zu und stützt den Netzwerksektor.

Mit Verlusten notiert hingegen Cisco: Zwar erwartet CEO John Chambers, dass der Branchenprimus der Netzwerker nach der konjunkturellen Wende seine Marktanteile deutlich ausbauen könne. Die Anleger bewerten diese Aussage jedoch vorsichtig, Cisco notiert vor Handelsbeginn mit 2,5 Prozent in den Miesen.

Schwach notiert auch die Software-Branche. Branchengigant Microsoft startet mit einem leichten Minus in die Woche, in der das Unternehmen seine lang erwartete Spielkonsole X-Box auf den Markt bringt. Marktbeobachter sind sich noch immer nicht einig, ob der teure Spaß ein Erfolg wird, nicht einmal die Zielgruppe scheint zur Zeit genau definiert. Ein Unternehmenssprecher meinte am Morgen, mal wolle nicht nur Kids, sondern vor allem junge Erwachsene und verspielte Erfolgstypen ansprechen.

Komplett im roten Terrain notieren zur Mittagsstunde auch die Papiere der Einzelhändler. Diese Branche könnte im Laufe der Woche einer der Schlüsselsektoren an der Wall Street sein. Die Unternehmen starten am Dienstag in eine weitere Runde ihrer Ertragssaison: Mit Wal-Mart, Home Depot, Federal Department Stores, Tiffany und Gap werden einige der größten Unternehmen des Sektors melden und ein klareres Bild des Konsumentenverhaltens im abgelaufenen dritten Quartal zeichnen. Im grünen Bereich scheinen die Ergebnisse bei Abercrombie & Fitch zu liegen. Eines der größten US-Modehäuser bekommt am Morgen ein Upgrade von den Analysten von Morgan Stanley, die das Papier auf "aggressiv kaufen" stufen. Abercrombie & Fitch legt fünf Prozent zu.

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