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Ciena vermiest die Stimmung - Hoffen auf Dell und HP

Schlechte Aussichten auf das laufende Quartal verderben den Börsianern an der Wall Street am Donnerstag die Laune. Schuld daran sind Ciena und Brocade. Beide Firmen gehen von einem weiterhin schwachen Geschäftsumfeld aus. Genau das will in New York aber niemand gerne hören.

Dass die US-Konzerne im zweiten Quartal keine gute Geschäftsentwicklung hatten, war bereits von den Marktteilnehmern erwartet worden. Dass aber der Umschwung offenbar weiterhin auf sich warten lässt, führt heute vor allem bei Technologieaktien zu Verkäufen.

Konjunkturdaten, die weitestgehend im Sinne der Wall Street ausgefallen sind, können lediglich einige Konsumtitel wie Procter & Gamble oder Mc Donald´s beflügeln. Der Dow Jones wird jedoch durch Hewlett-Packard, Intel und Finanzwerte ins Minus gezogen. Die Verbraucherpreise sind im Juli mit 0,3 Prozent stärker gefallen, als im Vorfeld erwartet worden war. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang in Höhe von 0,1 Prozent gerechnet. Fallende Preise unter anderem für Benzin, Kleidung und Computer sind für diesen Trend verantwortlich. Knapp eine Woche vor der nächsten Notenbanksitzung sind das eigentlich keine schlechten Nachrichten. Auch die Realeinkommen sind im Juli mit 0,6 Prozent deutlich stärker gestiegen als im Vormonat. Ebenfalls erfreulich ist die Anzahl der Hausbaubeginne zu werten, die höher ausgefallen ist als im Vorfeld prognostiziert.

Die Zahlen von Ciena geben in den Mittagsstunden die Marschrichtung auf dem Parket vor: Die Aktien des Glasfaserunternehmens brachen am Vormittag um fast 30 Prozent ein. Das Unternehmen hat seine Prognose für die Geschäftsjahre 2001 und 2002 gesenkt. Das Management rechnet für beide Jahre mit einem Gewinn zwischen 59 Cents und 64 Cents pro Aktie. Die Konsensschätzungen betrugen 73 Cents pro Aktie für 2001 und 98 Cents pro Anteilschein für 2002.

Nun ruhen die Hoffnungen auf der Computerbranche. Hewlett-Packard wird heute die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorlegen. Im Vorfeld tendiert das Papier deutlich schwächer. Ebenfalls auf der Verliererseite steht Dell Computer. Der Computerhersteller wird heute nach Handelsschluss die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal veröffentlichen.

Zu den Lieblingen der letzten Tage gehörte der Einzelhandelssektor. Doch auch aus dieser Ecke kommt Gegenwind. Der Damenmode-Spezialist Ann Taylor hat zwar die Prognosen im zweiten Quartal erfüllt. Kritisch könnte es aber im jetzt angelaufenen dritten Quartal werden. Ann Taylor hatte in den vergangenen Wochen die Preise gesenkt, um Platz für die neue Herbstkollektion zu schaffen.

Auch der Juwelier Tiffany konnte mit seinen Geschäftszahlen nicht vollends überzeugen. Der Umsatz im zweiten Quartal lag mit 371,3 Millionen Dollar rund ein Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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