Cingular Wireless trennt sich freiwillig von Teilen seiner Netze
Chancen für T-Mobile

Der US-Mobilfunkbetreiber Cingular Wireless trennt sich freiwillig von einem Teil seiner Netze, um sie an den Wettbewerber T-Mobile zu verkaufen. Die Verkäufe gelten als Vorbereitung für die geplante Fusion mit AT&T Wireless.

HB DÜSSELDORF. Das Kalkül ist klar: Der US-Mobilfunkbetreiber Cingular Wireless trennt sich freiwillig von einem Teil seiner Netze und verkauft diese an den Wettbewerber T USA, -Mobile um die Kartellbehörden milde zu stimmen. Denn diese sollen der Fusion von Cingular mit dem Konkurrenten AT&T Wireless zustimmen. Die bisher angekündigten Verkäufe werden nach Ansicht von Wettbewerbsexperten dafür aber nicht ausreichen, schließlich entsteht durch den Zusammenschluss der bisherigen Nummern zwei und drei unter den US-Mobilfunkern ein neuer Marktführer. Erschwerend kommt hinzu: Die Mutterkonzerne von Cingular, SBC und Bell South, dominieren die lokalen Festnetze in fast jedem zweiten US-Bundesstaat.

Cingular Wireless werde daher wohl noch einige Mobilfunkfrenquenzen veräußern müssen, um alle Bedenken der Kartellbehörden auszuräumen, lautet der Tenor bei US-Anwälten, die sich aufs Wettbewerbsrecht spezialisiert haben. Und da ist Cingular allemal besser beraten, dies im Vorfeld freiwillig zu tun und so selbst entscheiden zu können, was verzichtbar ist - statt am Ende strikte Auflagen der Behörden erfüllen zu müssen.

Für die Telekom-Tochter T USA-Mobile könnte sich daher noch die ein oder andere Kaufgelegenheit ergeben. Ausgaben für weitere Mobilfunkfrequenzen in den USA hat das Unternehmen auch schon seit längerem in seinem Budget eingeplant.

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