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Cisco bestätigt Prognosen

Gute Nachrichten zum Wochenschluss: Cisco Systems und Novell bestätigen ihre Geschäftsprognosen. Und das ist Balsam für die Wunden der geprüften Anleger.

Erst gestern Nachmittag hatten Auszüge aus dem Protokoll der Juni-Sitzung der US-Notenbank darauf gedeutet, dass eine baldige Erholung der US-Wirtschaft noch auf sich warten lassen werde. Die Investitionsausgaben seien in den kommenden Monaten voraussichtlich niedriger als bisher erwartet, so das Protokoll.

Da freuen sich die Anleger am Morgen um so mehr über positive Prognosen. Lucent Technologies kündigte an, im Herbst kommenden Jahres wieder Gewinne auszuweisen. Die Futures deuten auf einen freundlichen Handelstart. Der S&P 500 Future notiert sieben Punkte in der Gewinnzone. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq klettert sogar 30 Punkte ins positive Terrain.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten beeindrucken dem Markt am Morgen dagegen wenig. Die Auftagseingänge bei langlebigen Gütern gingen im Juli um 0,6 Prozent zurück. Damit liegen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Es sind viel mehr die Neuigkeiten bei Cisco Systems, die an New Yorks Aktienmärkten für gute Stimmung sorgen. Die Aktie ist mit 1 155 600 Papieren das am Morgen am meisten gehandelte Wertpapier. Der Netzwerkkonzern hat am Donnerstag nach Handelsschluss die Geschäftsprognosen für das laufende Quartal bestätigt. Das Unternehmen habe in den ersten Wochen des Quartals bereits zufriedenstellende Ergebnisse geliefert und sei auf dem besten Weg, die Prognosen für das Gesamtquartal zu erfüllen, sagte Ciscos Vorstandsvorsitzender John Chambers. Cisco Systems wird Restrukturierungsmaßnahmen durchführen und will dadurch seine elf Geschäftsbereiche neu gestalten. Credit Suisse First Boston stuft das Papier mit "kaufen" ein. Dresdner Kleinwort Wasserstein rät Anlegern dagegen, sich von den Aktien zu trennen. Die Empfehlung lautet "reduzieren" mit einem Kursziel von 14 Dollar. Die Aktie notiert im ausserbörslichen Handel vier Prozent im Plus.

Novell zieht am Morgen nach und bestätigt ebenfalls die Geschäftsprognosen - in diesem Fall für das gesamte Geschäftsjahr. Der Hersteller von Software zum Betrieb von Unternehmensnetzwerken hatte zwar im dritten Quartal Verluste zu beklagen, wird nach eigenen Angaben aber dennoch die Gewinnerwartungen der Analysten für das Gesamtjahr von zwei Cents pro Aktie erfüllen. Goldman Sachs stuft die Aktie mit "Market Performer" ein.

Auch die Aktien von Juniper Networks, JDS Uniphase und Microsystems profitieren von den aufmunternden Nachrichten im Netzwerksektor. Lucent Technologies klettert vorbörslich ebenfalls ins grüne Terrain. Der größte US-Telekomausrüster rechnet ab Herbst 2002 mit schwarzen Zahlen. Das teilte das Management auf dem Analystentreffen am Donnerstag mit. Vor allem durch verstärkte Kostenreduktion soll ein positive Ergebnis erzielt werden. Über Massenentlassungen sollen vier Milliarden Dollar eingespart werden. Für das Geschäftsjahr 2003 erwartet das Management zudem ein Umsatzwachstum in Höhe von zehn bis zwölf Prozent.

ADC Telecommunications muss dagegen vorbörslich Federn lassen. Das Telekommunikationsunternehmen baute den Verlust im dritten Quartal aus und prognostiziert auch für das vierte Quartal ein Ergebnis in der Verlustzone. ADC steigerte den Verlust im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich von einem Fehlbetrag von einem Cent auf sieben Cents pro Aktie.

Eigentlich müsste eine Umsatzwarnung bei Nokia heute den Mobiltelefonsektor unter Druck setzten. Doch sowohl die Aktie von Nokia als auch die der Konkurrenten Ericsson und Motorola notierten vorbörslich im Plus. Der weltgrößte Handyhersteller wird den Umsatz im dritten Quartal voraussichtlich nicht in dem Maße steigern, wie ursprünglich erwartet. Die Unternehmensleitung macht dafür vor allem die schwache Nachfrage in den USA und Europa verantwortlich.

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