Cisco, Intel und Oracle gewinnen vorbörslich an Wert
Wall Street: Futures deuten ins Plus

Die Futures der US-Märkte deuten am Morgen auf einen Handelsstart im grünen Bereich hin. Der S&P 500 Future notiert mit acht Punkten in der Gewinnzone, der Nasdaq notiert vorbörslich mit 17 Punkten im Plus. Zum Wochenausklang könnte der Trend vom Donnerstag fortgeführt werden: Eine Nachmittagsrally hatte für Spannung auf dem Parkett gesorgt. Zahlreiche Investoren hatten das niedrige Kursniveau genutzt, um ihre Portfolios auszubalancieren, die nach den Massenverkäufen der letzten Wochen zu fondlastig geworden waren.

Auch eine Umfrage der US-Vereinigung der Privatinvestoren macht Hoffnung auf weitere Kursgewinne: In der Woche zum 26. September, so die Umfrage, habe der Prozentsatz der Optimisten unter den Händlern deutlich zugenommen. Im Vergleich zur Vorwoche ist der Prozentsatz der Bullen von 31,08 auf 51,11 Prozent gestiegen. Der Prozentsatz der Bären, die mit einer anhaltend schwachen Börse rechnen, ist von 44,59 auf 22,22 Prozent gesunken. Der Anteil der Investoren die sich zur Zeit "neutral" äußern, ist von 24,32 auf 26,67 Prozent gestiegen.

Zu den vorbörslich am meisten gehandelten Aktien gehören die Papiere von Cisco, Intel und Oracle, die alle an Wert gewinnen. Aus dem zuletzt schwachen Netzwerksektor können sich vorbörslich die Papiere von JDS Uniphase und Juniper Networks erholen. Die Aktie von Microsoft bricht vor Handelsbeginn um 1,5 Prozent ein, nachdem die Analysten von Merrill Lynch die Gewinnerwartungen für das im September endende Quartal und das Jahr 2002 gesenkt hat. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten die Experten einen Umsatz von nur noch 28,2 Milliarden Dollar statt den bisher geschätzten 29,2 Milliarden. Die Gewinnerwartungen pro Papier senkt Merrill Lynch von 1,94 Dollar auf 1,87 Dollar.

Die Analysten von Lehman Brothers haben sich am Freitag den Einzelhandelssektor vorgenommen. Die Marktbeobachter stufen die Aktien der meisten Modeketten ab. Liz Claiborne und Jones Apparel, zu denen unter anderem die Marke Ralph Lauren gehört, werden von "aggressiv kaufen" auf "Marktperformer" herabgesetzt. Nautica und Tommy Hilfiger werden von "kaufen" auf "Marktperformer" abgestuft.

Im Automobilsektor dürften zum Wochenenausklang alle Augen auf General Motors gerichtet sein. Das Unternehmen hat am Donnerstag abend bekannt gegeben, dass in der kommenden Woche fünf Werke vorübergehend die Produktion einstellen werden. Am 14. September hatte Ford bereits angekündigt, die Produktion für September um mehr als 100 000 Einheiten drosseln zu wollen. DaimlerChrysler hat für die nächste Woche in zwei Werken Kurzarbeit angekündigt. Experten erwarten für das vierte Quartal 2001 weitere Rückgänge der Verkaufszahlen. Zur Zeit seien die Folgen der Terrorangriffe vom 11. September für den Absatz der Autobauer noch nicht abzusehen, sind sich Marktbeobachter einig.

Ein Gerücht, das am Donnerstagabend die Runde machte, wird am Freitag den Telekommunikationssektor aufmischen: Nach bislang unbestätigten Meldungen sollen die Telefongesellschaften AT&T und BellSouth vor einen Zusammenschluss stehen. Das behauptet ein Artikel der am achten Oktober in der Zeitschrift BusinessWeek erscheinen wird. Nach den Informationen von BusinessWeek hat AT&T Vorstand Michael Armstrong einen so genannten "Merger of equals" - zu deutsch "Zusammenschluss gleichberechtigter Partner" - vorgeschlagen, über den unter dem Decknamen "Brazil" verhandelt werden soll. Wie die BusinessWeek weiter berichtet, soll der Zusammenschluss bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

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