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Cisco kostet Wall Street Nerven

Netzwerkausstatter erlebten an New Yorks Wall Street einen trüben Tag. Ciscos pessimistischen Zukunftsaussichten müssen erst zunächst verdaut werden. Verbundene Sektor wie Chip- und Computerhersteller büßten ebenfalls Punkte ein. Den Nasdaq kosteten Ciscos Eskapaden 2,1 Prozent. Der Dow Jones Index verabschiedete fast unverändert aus dem Handel.

Es ist nicht verwunderlich. Die Verlierer des Tages waren Netzwerkausrüster. Cisco belastete die Märkte nicht nur mit enttäuschenden Gewinn- und Umsatzdaten. Vor allem die trüben Zukunftsaussichten sorgten für Gewitterstimmung bei Ciscos Konkurrenten und Zulieferern.



Der weltgrößte Netwerkausrüster wird vorrausichtlich in den kommenden sechs Monaten seine Umsätze nicht steigern können. Der Konzern leide unter geringer Nachfrage. Insbesondere Telefongesellschaften und weitere große Unternehmen hätten auf Grund der schwachen Konjunktur weniger in ihre Netzwerke investiert. Die Aktie verliert bis zur Mittagsstunde fast 15 Prozent.



Konkurrenten wie Lucent, Juniper Networks und Network Appliance zog es ebenfalls ins negative Terrain. Auch Chiphersteller traf die Nachricht. Unternehmen reduzieren die Ausgaben für technische Infrastruktur. Zahlreiche Zulieferer sind ebenfalls von dieser Entwicklung betroffen. Vor allem die Lagerhaltung ist das größte Problem: Cisco Systems und andere Netzwerkausrüster, aber auch Computerhersteller ordern keine neuen Chips mehr, weil sie noch genügend in ihren Regalen haben. Bis dieser Überschuss abgebaut ist, wird die Nachfrage weiterhin schwach bleiben, so Goldman Sachs.



Broadcom

, Applied Materials, PMC-Sierra und Vitesse verbuchten ebenfalls Kursverluste. Auch Medtronic, Flextronic und andere Komponentenhersteller werden unter Ciscos trüben Wachstumsaussichten zu leiden haben.



Die Aktien verbilligen sich ebenfalls. Negative Kommentare von Prudential Securities kosten Sun Microsystems am Mittwoch fast sechs Prozent. Die Analysten reduzieren die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Doch auch an trüben Handelstagen hat die Wall Street kleine Überraschungen übrig. Unerwartet konnten die Aktien von Microsoft und IBM am späten Nachmittag noch einmal durchstarten. Beide Unternehmen holten die Kursverluste des frühen Handels auf und schlossen in der Gewinnzone.



Eher trübe Stimmung herrschte am Mittwoch auf dem Pharmasektor. Nachdem sowohl bei den Schmerzmitteln von Merck als auch bei denen von Konkurrent Pharmacia Beschwerden bei der Wirkung aufgetreten waren, hat die US-Gesundheitbehörde entschieden, dass Merck auf der Verpackung seines Medikaments Vioxx darauf aufmerksam machen müsste. Eine Studie hat nun ergeben, dass Pharmacias Medikament Celebrex die gleichen Beschwerden auslöst wie das Präparat von Merck. Beide Unternehmen verlieren am Mittwoch.

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