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Cisco kündigt massiven Stellenabbau an

Der amerikanische Netztechnikanbieter Cisco Systems streicht 5.000 Vollzeit-Stellen. Außerdem ist die Streichung von 3.000 Teilzeit-Arbeitsplätzen geplant.

Reuters PALO ALTO. Der US-Netzwerkhersteller Cisco Systems will wegen Anzeichen auf eine globale Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bis zum Ende seines laufenden Geschäftsjahres (Ende Juli) bis zu elf Prozent der Stellen streichen.

Cisco teilte am Freitag in Palo Alto mit, sie wolle die Zahl der fest angestellten Beschäftigten von derzeit 44 000 um 2 500 bis 3 000 reduzieren. Der Stellenabbau werde dem Unternehmen bis zum Ende des vierten Geschäftsquartals 2001 zwischen 300 und 400 Mill. $ kosten. Über die Höhe der durch den Stellenabbau erwarteten Kosteneinsparungen machte Cisco keine Angaben.



"Verlangsamung der Investitionen könnte länger als zwei Quartale dauern"

"Wir haben diese Maßnahmen wegen der anhaltenden Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA und wegen Anzeichen auf eine globale Wachstumsverlangsamung beschlossen," teilte Cisco-Chef John Chambers mit. "Wir glauben, dass die Verlangsamung der Kapitalausgaben der Unternehmen länger als zwei Quartale dauern könnte", fügte er hinzu.

Das Unternehmen werde auch die meisten der etwa 4 000 Zeitarbeiter-Verträge nicht verlängern, teilte Cisco weiter . Hier sei ein Abbau um 2 500 bis 3 000 Stellen geplant.

Branchenanalyst Michael Cristinziano sagte, nach seiner Meinung sei der starke Stellenabbau unnötig. "Die Streichung der Stellen könnte kontraproduktiv sein. Sie ist außerdem nicht gut für die Moral".

Die Nachricht, die den regulären Aktienhandel am Freitag nicht mehr erreichte, könnte bei Cisco am Montag zu weiteren Kursverlusten führen. Im Nasdaq-Handel fielen Cisco im regulären Geschäft 2,19 $ oder 10 % auf 20,63 $.

Im nachbörslichen Handel gaben die Cisco-Papiere auf 20-5/16 $ von 20-10/16 $ nach.

Im Januar teilte Cisco die Ergebnisse für das zweite Quartal mit, die unter den Erwartungen lagen. Damals gab das Unternehmen für das dritte Quartal die Warnung aus, der Umsatz werde im April-Quartal gegenüber dem zweiten Abschnitt um fünf Prozent fallen. Etliche Analysten rechneten mit einem noch steileren Rückgang.

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