Cisco lebhaft gehandelt
US-Standardwerte liegen im Plus

Die US-Futures auf die Aktienindizes deuteten vorbörslich ins Plus. Doch nur die großen Indizes Dow Jones und S&P-500 liegen in der ersten Handelsstunde weiterhin im grünen Bereich. An der High-Tech-Börse Nasdaq rutschen die meisten Kurse nach neuen Konjunkturdaten ab.

rtr/ dpa - FRANKFURT. Der Standardwerte-Index Dow-Jones gewann in der ersten Handelsminuten 0,50 Prozent auf 9858 Punkte, der Nasdaq-Index 0,27 Prozent auf 1583 Zähler und der S&P- 500-Index 0,34 Prozent 1056 Punkte. Nach rund einer halben Handelsstunde drehten die Indizes unter Führung der Technologie-Aktien aber ins Minus. Der Nasdaq-Index verlor rund ein Prozent.

Händler begründeten die anfänglichen Kursgewinne auch mit Hoffnungen auf ein gutes Quartalsergebnis bei Cisco Systems Inc, das nach Börsenschluss erwartet wird. Einige Marktteilnehmer hielten sich allerdings vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (gegen 20.15 Uhr MESZ) vom Geschehen zurück.

Angesichts der geringen Inflationsgefahren in den USA erwarten Analysten, dass die Fed bei ihrem Treffen am Dienstag die Leitzinsen unverändert auf ihrem niedrigsten Niveau seit rund 40 Jahren belassen wird. Sie rechnen erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Anhebung des Schlüsselzinses von derzeit 1,75 Prozent. Die stündliche Produktion je Arbeitskraft außerhalb des Agrarsektors war im ersten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 8,6 Prozent und damit wesentlich stärker als von Analysten mit 6,9 Prozent vorausgesagt gewachsen.

Die US-Wirtschaft war im 1. Quartal hochgerechnet auf das Jahr um 5,8 Prozent gewachsen. Dies ging auf höhere Verbraucherausgaben und einen geringeren Abbau der Lagerbestände zurück. Die Arbeitslosenquote steigt dennoch hartnäckig: im April auf sechs Prozent und damit den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren. "Die Fed hat keine Selbstmord-Tendenzen und wird den Zinssatz nicht anheben, bis die Arbeitslosenquote sinkt", sagte Cary Leahey, Volkswirt bei der Deutsche Bank Securities, der Agentur Bloomberg. Notenbank-Chef Alan Greenspan hatte die Zinsen nach der vorherigen Rezession 1990/91 auch erst erhöht, nachdem die Arbeitslosenquote um einen Prozentpunkt gefallen war. Volkswirte gehen für das laufende Quartal von 3,4 Prozent Wachstum aus. Im Schlussquartal 2001 war die US-Wirtschaft um 1,7 Prozent gewachsen.

Cisco waren im frühen Börsenhandel der am lebhaftesten gehandelte Wert und legten 1,24 Prozent 13,05 Dollar zu, bröckelten dann aber mit dem Markt ab. Sollte der weltgrößte Internet-Ausrüster die Märkte mit seinem Quartalsbericht positiv überraschen, könnte dies laut Händlern dem gesamten Technologie-Sektor helfen. Die Aktien von Microsoft zogen um 1,19 Prozent auf 49,21 Dollar an. Das Unternehmen hat die Übernahme der dänischen Navision für 1,33 Milliarden Dollar bestätigt und will damit im Bereich für mittelständischen Betriebs-Software stärker werden.

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