Cisco legen nach guten Quartalszahlen deutlich zu
US-Zinssenkung beflügelt die Wall Street

Im Mittelpunkt des Geschehens an den amerikanischen Finanzmärkten stand am Dienstag die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank. Erwartungsgemäß senkten die obersten Währungshüter der USA den Zielsatz für US-Tagesgeld um 50 Basispunkte auf 2,0 %. Dies ist der niedrigste Stand seit 40 Jahren. Der Diskontsatz wurde ebenfalls um einen halben Prozentpunkt auf nunmehr 1,5 % zurückgenommen.

aha/kjo NEW YORK. Die Fed begründete den zehnten Zinsschritt in diesem Jahr mit der erhöhten Unsicherheit sowie den schlechten Geschäftsbedingungen in den USA und im Ausland. Darüber hinaus betonte die US-Notenbank, dass weiterhin Risiken für eine anhaltende Konjunkturabschwächung bestünden.

Im Vorfeld der Zinsentscheidung dümpelten die Aktienindizes um die Schlusswerte des Vortages. Der Markt wollte den endgültigen Beschluss abwarten, begründeten Händler die Zurückhaltung weiter Anlegerkreise bei Investments in der einen oder anderen Richtung. Die Zinsentscheidung vom Berichtstag und die Hoffnung auf weitere Schritte seitens der Fed verhalf den Dividendenpapieren in der Schlussphase der Sitzung zu deutlichen Kursgewinnen.

Der Dow-Jones-Index beendete den Handel mit einem Aufschlag von 1,6 %. Der S&P-500-Index ging mit einem Plus von 1,4 % aus dem Geschäft. Der Nasdaq-Index, der bereits am Vortag auf den höchsten Stand seit über zwei Monaten geklettert war, legte um 2,3% zu.

Für Gesprächsstoff unter den Aktienhändlern sorgten neben der Zinsentscheidung verschiedene Einzelnachrichten aus dem Unternehmenssektor. Cisco hatte mit den Eckdaten aus dem ersten Quartal seines Geschäftsjahres am Montag nach Börsenschluss die Analysten sehr positiv überrascht: Der Gewinn je Aktie fiel bei dem Hersteller von Computer-Komponenten mit 4 Cent doppelt so hoch aus wie erwartet. Die Aktie wurde von mehreren Investmentbanken hochgestuft. Cisco gewannen 3,2 % und konnten damit das Plus vom Vortag ausbauen.

Die Börsenstimmung wurde im Tagesgeschäft durch neue Diskussionen um den Software-Giganten Microsoft eingetrübt. Die Hoffnung auf ein Ende des Kartellverfahrens gegen Microsoft erhielt gestern einen herben Dämpfer: Berichten zufolge wollen mindestens sechs amerikanische Bundesstaaten, die im Prozess gegen Microsoft als Nebenkläger aufgetreten waren, die Einigung zwischen dem Software-Konzern und dem US-Justizministerium nicht akzeptieren. Microsoft-Aktien konnten nach einigen Richtungswechseln von der positiven Stimmung zum Schluss profitieren und gingen mit einem Aufschlag von 2,4 % aus dem Handel.

Auch eine Reihe von Herabstufungen wichtiger Industrieunternehmen durch große Investmentbanken sorgte für Bewegung: So stufte Goldman Sachs den Unterhaltungskonzern Disney auf "market perform" zurück. Die Disney-Aktien gaben daraufhin um rund 2,3% nach.

Eastman Kodak wurden von der Investmentbank Merrill Lynch auf "Reduzieren" gesetzt. Die Banker begründeten ihre Entscheidung mit der für Eastman Kodak bedrohlichen Entwicklung digitaler Bildgebungsverfahren. Der Aktie konnte sich dennoch um 1,2 % befestigen.

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