Cisco legte zu
US-Börsen nach US-Zinsbeschluss fester

Die US-Aktienbörsen haben am Dienstag fester, aber unter ihren Tageshöchstständen geschlossen, nachdem die US-Notenbank (Fed) erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert auf dem niedrigsten Niveau seit rund 40 Jahren belassen hat.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index 30 führender Standardwerte gewann 0,67 Prozent auf rund 8588 Punkte, der breiter gefasste S&P-Index legte 0,85 Prozent auf rund 934 Zähler zu und der technologielastige Nasdaq-Index 1,31 Prozent auf 1523 Punkte.

Die Fed signalisierte in ihrer Erklärung nach dem Treffen des für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses (FOMC) ihre Bereitschaft, die Zinsen weiter zu senken, wenn dies erforderlich sein sollte. Sie warnte zugleich vor weiter bestehenden Risiken einer weiteren Abkühlung der Konjunktur. Den als Schlüsselzins geltenden Zielsatz für Tagesgeld beließ sie mit 1,25 Prozent unverändert. Auch der eher symbolische Diskontsatz bleibt mit 0,75 Prozent unverändert.

Analysten werteten die Erklärung der Fed als Bestätigung ihrer Erwartungen. William Hummer, Vizepräsident von Wayne Hummer Investments in Chicago, sagte: "Wenn sie (die Fed) die Zinsen gesenkt hätten, wäre daraus geschlossen worden, dass die Fed Schwierigkeiten für die Wirtschaft voraussieht".

Angesichts besser als erwartet ausgefallener Quartalsergebnisse der US-Unternehmen und des raschen Endes des von den USA angeführten Krieges gegen Irak hat die Börse seit Mitte März um 15 Prozent zugelegt. "Wir haben seit mehr als zwei Monaten einen Aufwärtstrend der Börse, wie wir ihn seit einiger Zeit nicht mehr erlebt haben. Und es gibt das Gefühl, dass sich die Wirtschaft allmählich erholt", sagte Alfred Kugel, Stratege bei Stein Roe Investment Counsel.

Die Aktien des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco legten 3,32 Prozent auf 15,90 Dollar zu und verhalfen damit auch anderen Werten dieses Segments zu Kursgewinnen. Nach Börsenschluss teilte das Unternehmen mit, es habe den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsquartal gesteigert und damit exakt die Erwartungen von Analysten erfüllt. Zugleich sank aber der Umsatz wegen der weiterhin schwachen Investitionsneigung der Unternehmen im Vergleich zum Vorquartal. Die Papiere des Konkurrenten Juniper Networks gewannen 2,87 Prozent auf 12,29 Dollar.

Deutlich zulegen konnten auch die Aktien des Einzelhandelskonzerns Home Depot um 1,94 Prozent auf 29,48 Dollar. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte die Bewertung auf "outperform" von "in-line" angehoben und erklärt, sie erwarte eine schrittweise Belebung der Umsätze auf Basis einer unveränderten Verkaufsfläche.

Gegen den allgemein freundlichen Trend verloren die Papiere des Medien- und Internetkonzerns AOL Time Warner 0,67 Prozent auf 13,29 Dollar. Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, sein größter Aktionär, der CNN-Gründer Ted Turner, habe 60 Millionen Aktien verkauft.

Die Aktien des weltgrößten Rasierer- und Batterieherstellers Gillette verbilligten sich um 3,16 Prozent auf 30,97 Dollar. Zwar hatte Gillette eine Steigerung des Gewinns im ersten Quartal um 18 Prozent berichtet, doch zugleich erklärt, das Unternehmen rechne mit rückläufigen Umsätzen im Batteriegeschäft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,61 Milliarden Aktien den Besitzer. 2199 Werte legten zu, 1068 gaben nach und 196 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,09 Milliarden Aktien 1920 im Plus, 1297 im Minus und vier unverändert. An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen um 20/32 auf 100-18/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,802 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 18/32 auf 109-8/32 Zähler, wobei sich eine Rendite von 4,769 Prozent ergab.

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