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Cisco zieht Technologiewerte ins Minus

Cisco verpasst der Wall Street einen Dämpfer. Nachdem die Ertragssaison in der vergangenen Woche vielversprechend angelaufen war, nehmen eine Reihe von Gewinnwarnungen den Anlegern die Zuversicht. Mit der Ertragswarnung bei Cisco bläst den Anlegern vor allem auf dem Technologiesektor ein rauer Wind entgegen. Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq Index legen einen verhaltenen Handelsstart auf´s Parkett.

Mit Cisco geraten auch die Lieferanten von Komponenten in den Abwärtssog. Die Aktie des weltweit größten Netzwerkkonzerns verliert rund vier Prozent an Wert, nachdem die Unternehmensleitung vor enttäuschenden Umsatzdaten für das dritte Quartal warnte. Solectron, Celestica, Jabil und Flextronic, die fast alle über zehn Prozent ihrer Umsätze durch Aufträge von Cisco generieren, verlieren an Wert. Doch man sollte die Hoffnung auf einen Turnaround im heutigen Handelsverlauf nicht aufgeben. Zahlreiche Brokerhäuser meldeten sich bereits mit positiven Kommentaren zu Wort. Denn Ciscos Vorhaben, mehr als zwei Milliarden der Lagerbestände abzuschreiben, sei nahezu atembrauend, so Goldman Sachs. Mit der Bereinigung der Bilanz könnte sich die Auftragslage für die Komponentenzulieferer wieder verbessern. Die Experten von J.P. Morgen greifen dem Sektor ebenfalls unter die Arme.

Als Problemkind Nummer Zwei könnte sich Intel erweisen. Der Chipkonzern hat angekündigt, die Preise für den Pentium 4 Prozessor um bis zu 19 Prozent zu senken. Mit der Maßnahme sollen die Lager geräumt werden, um Platz für neue, schnellere Chips zu schaffen. Allerdings dürfte die Nachricht hinsichtlich der ohnehin angespannten Gewinnmargen wenig Begeisterung bei Anlegern auslösen.

Zu den meistgehandelten Aktien zählt am Dienstag die Aktie von AOL. Der Medienkonzern wird morgen Quartalszahlen vorlegen. In Erwartung zufriedenstellender Daten legt die Aktie in den ersten Handelsminuten rund 1,5 Prozent an Wert zu. Rund zwei Millionen Aktien wurden im frühen Handel bewegt.

Kurz vor Handelsbeginn meldete Philip Morris Quartalszahlen. Die Aktie notiert leicht im Plus, nachdem der Konzern die Analystenerwartungen mit einem Gewinn von 95 Cents pro Aktie um einen Cent schlagen konnte. Der Umsatz stieg um elf Prozent.

Bereits vor Börsenbeginn haben die Blue Chips Johnson & Johnson sowie Eastman Kodak Quartalszahlen gemeldet. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent ausgebaut. Mit 1,5 Milliarden Dollar oder 1,06 Dollar pro Aktie wurden die Konsensschätzungen im ersten Quartal um zwei Cents übertroffen. Bei dem Fotokonzern Eastman Kodak wurde der Gewinn gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Der Umsatz fiel um vier Prozent auf 2,98 Milliarden Dollar. Mit 157 Millionen Dollar oder 54 Cents pro Aktie wurden die Gewinnschätzungen dennoch um drei Cents pro Aktie überboten. Kodak plant, wie derzeit üblich, Arbeitsplätze abzubauen, um die Kostenseite langfristig zu entlasten. Rund 4,5 Prozent der Belegschaft sollen entlassen werden. Der Vorstandsvorsitzende Daniel Carp rechnet weiterhin mit rauem Fahrwasser für den Fotokonzern.

Die amerikanischen Börsen drehen sich derzeit zwar überwiegend um Quartalsergebnisse, doch auch Konjunkturdaten spielen angesichts der angespannten Wirtschaftslage und der nächsten Notenbanksitzung Mitte Mai weiterhin eine gewichtige Rolle. Die Verbraucherpreise haben im März den geringsten Anstieg seit sieben Monaten verbucht. Mit 0,1 Prozent ist der Konsumentenpreisindex exakt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Auch die Kernrate, also der Index ohne die Preise für Lebensmittel und Energie, haben die Erwartungen getroffen. Inflation scheint derzeit kein Problem in den USA zu sein, und damit kommt von Seiten der Wirtschaftsdaten heute kein Störfeuer für die Wall Street.

Für den Tagesverlauf werden weitere Geschäftszahlen ausschlaggebend für die Performance an den Märkten sein. General Motors Caterpillar, Intel und Texas Instruments gehören zu den Unternehmen, die heute noch für eine positive Entwicklung sorgen könnten.

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