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Citigroup sieht 'gefestigten moderaten Aufschwung' in der Eurozone

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Eurozone befindet sich laut der Citigroup in einem"gefestigten moderaten Aufschwung". Der Aufschwung sei zwar immer noch vor allemdurch den Export getrieben, mittlerweile zeichne sich aber auch eineNormalisierung der Inlandsnachfrage ab, sagte Jürgen Michels, Volkswirt bei derCitigroup, am Donnerstag in Frankfurt. Steigende Investitionen der Unternehmendürften zu Neueinstellungen führen und so zu einem höherem Verbrauchervertrauenund privaten Konsum führen. Auch die Bereinigung der Unternehmensbilanzen seiweiter fortgeschritten. Für das Jahr 2004 erwartet die Citigroup einWirtschaftswachstum von 1,8 Prozent.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Eurozone befindet sich laut der Citigroup in einem"gefestigten moderaten Aufschwung". Der Aufschwung sei zwar immer noch vor allemdurch den Export getrieben, mittlerweile zeichne sich aber auch eineNormalisierung der Inlandsnachfrage ab, sagte Jürgen Michels, Volkswirt bei derCitigroup, am Donnerstag in Frankfurt. Steigende Investitionen der Unternehmendürften zu Neueinstellungen führen und so zu einem höherem Verbrauchervertrauenund privaten Konsum führen. Auch die Bereinigung der Unternehmensbilanzen seiweiter fortgeschritten. Für das Jahr 2004 erwartet die Citigroup einWirtschaftswachstum von 1,8 Prozent.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) bestehe aber noch kein Grund für eineLeitzinserhöhung, sagte Michels. Da die EZB nicht so aggressiv die Zinsengesenkt habe wie die US-Notenbank, müsse die EZB jetzt auch nicht bei derKorrektur mitmachen. Bis Ende 2004 dürfte der Leitzins bei 2,00 Prozentverharren und dann bis Ende 2005 auf 2,50 Prozent zu steigen. Im gleichenZeitraum dürfte die US-Notenbank die Leitzinsen von 1,00 Prozent auf 3,25Prozent anheben.

KAUM INFLATIONSGEFAHREN IN DER EUROZONE

Inflationsgefahren bestünden in der Eurozone jedoch kaum. Zwar seien durchdie Ölpreise die Inflationsraten gestiegen. "Die mittelfristigen Preisaussichtenbleiben jedoch günstig", sagte Michels. Warnungen von EZB-Vertretern vorZweitrundeneffekten seien übertrieben, da Lohnerhöhungen unwahrscheinlich seien.Die Lohnsetzungsmacht der Gewerkschaften sei beschränkt. So seien in Deutschlanddie Tarifverträge schon abgeschlossen. Vermutlich wolle die EZB mit ihrenWarnungen die Zinserwartungen dämpfen.

"Wichtig für die Eurozone ist die Fortsetzung von Strukturreformen vor allemam Arbeitsmarkt", sagte Michels. Diese dämpften zwar in einem ersten Schritt dasWachstum, führten aber langfristig zu einem höheren Wachstum. Dies stelle - wiedie Europawahl zeige - für Politiker ein Risiko dar, zahle sich aber langfristigaus.

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