Citigroup und Morgan Stanley Dean Witter
US-Banken streichen wegen Aktienmarktschwäche Stellen

Das US-Bankhaus Morgan Stanley Dean Witter Discover & Co. erwägt offenbar die Entlassung von 1.000 Brokern. Diese Maßnahme sei Teil eines Plans mit dem Ziel, rund 1 Mrd. $ einzusparen, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe. Die Entlassungen würden rund 7 Prozent der Broker-Belegschaft treffen. Unternehmenssprecher Brett Galloway lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.

dpa-afx LONDON/NEW YORK. Das "Wall Street Journal" beruft sich in seiner Meldung auf einen Insider. Insgesamt könnten 1 500 Angestellte von den Jobeinsparungen betroffen sein, da auch in den Bereichen Verwaltung, Investmentbanking, Handel und Analyse gekürzt werden solle. Ein Konzern-Mitarbeiter habe bestätigt, dass die Verwaltung von den Entlassungen betroffen sei, um die Zahl der Broker-Abgänge zu begrenzen, berichtete die Tageszeitung.

Morgan Stanley ist mit 14.000 Brokern das drittgrößte Anlage-Unternehmen in den USA. Die Entlassungen würden insgesamt 2,5 Prozent der Belegschaft betreffen.

Die Citigroup Inc. streicht nach eigenen Angaben wegen der Schwäche an den Aktienmärkten ein paar hundert Stellen. Die Nummer Eins der Finanzdienstleister in den USA teilte am Dienstag in New York mit, dass der geplante Stellenabbau nur einen Bruchteil der weltweit insgesamt 230.000 Citigroup-Beschäftigten darstelle. Eine genaue Zahl gab das Unternehmen auf Anfrage nicht bekannt. Der Abbau sei unter anderen auf die Integration von bestimmten Sparten nach Fusionen zurückzuführen. Ferner verwies Citigroup auf die Talfahrt an den Aktienmärkten und Kosteneinsparungen.

Die Finanzdienstleister reihen sich mit ihren Ankündigungen in eine Serie von anderen Unternehmen ein, die in den vergangenen Monaten ebenfalls Stellenkürzungen bekannt gegeben hatten. Dazu zählten der Discount-Broker Charles Schwab, das Investmenthaus Bear Stearns sowie die Online Ameritrade Holding Corp-Broker und CSFBdirect Inc.

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