Citigroup will 3500 Stellen streichen
Verbraucher stützen US-Konjunktur und Wall Street

Der Handel eröffnet freundlich. Vor allem der amerikanische Verbraucher macht der Wall Street Mut. Zum einen sind die Einzelhandelsumsätze im Juli besser ausgefallen als im Vorfeld erwartet worden war. Zum anderen haben gleich mehrere Konzerne ihre Geschäftszahlen vorgelegt, die weitestgehend zufriedenstellend ausgefallen sind.

In New York rätselt man, ob sich das neue Steuerpaket von US-Präsident George W. Bush bereits positiv bemerkbar gemacht hat. Im Juli blieben die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat zwar unverändert. Im Vorfeld war allerdings ein Rückgang um 0,2 Prozent erwartet worden. Ohne die Verkäufe von Autos stiegen die Zahlen um 0,2 Prozent und damit 0,1 Prozent stärker als prognostiziert.

Im zweiten Quartal hat die Baumarktkette Home Depot die Gewinnerwartungen übertroffen. Nach Angaben des Managements dürften die Erwartungen für das dritte Quartal zumindest erreicht werden. Wal-Mart hat offenbar gut kalkuliert, denn die Konsensschätzungen wurden exakt erfüllt. Einen Verlust musste JC Penney ausweisen. Allerdings hatten Analysten im Vorfeld mit diesem Ergebnis gerechnet, also auch hier keine große Enttäuschung.

Neben Geschäftszahlen beschäftigt auch eine Übernahme den Einzelhandelsbereich. Die größte Elektronikkette in den USA, Best Buy, will das kanadische Unternehmen Future Shop für umgerechnet 377 Millionen Dollar kaufen. Ein weiterer Zusammenschluss bahnt sich im Energiesektor an: Das auf Öl- und Gasexploration spezialisierte Unternehmen Devon Energy wird für 3,5 Milliarden Dollar in Barmitteln und Aktien den Konkurrenten Mitchell Energy übernehmen. Durch den Zusammenschluss steigt Devon zum zweitgrößten unabhängigen Gasproduzenten der USA auf.

Weniger erfreulich als die Daten aus dem amerikanischen Einzelhandel ist ein Blick auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt. Der größte US-Finanzdienstleister, Citigroup , plant, im kommenden Jahr 3.500 Arbeitsstellen oder 1,4 Prozent der Belegschaft zu streichen. Bereits im ersten Quartal waren 1.200 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt worden. Auch der Mischkonzern Tyco greift zum Rotstift: 6.400 Arbeitsplätze wurden im bisherigen Geschäftsjahr bereits gestrichen. Laut dem Management könnten weitere 2.000 Entlassungen folgen. Last but not least kündigt der Hersteller von Kommunikationszubehör GenTek an, 1.700 Stellenstreichungen vorzunehmen. Das entspricht 16 Prozent der Belegschaft.

Noch nicht so recht in Schwung kommt der Handel an der Nasdaq. Der Nasdaq Composite startet aber immerhin mit einem leichten Plus. Qualcomm , Oracle , Gemstar und Cisco gehören zu Handelsbeginn zu den größten Gewinnern. Schwächer tendieren Siebel und Dell . Das Computerunternehmen Dell wird am Donnerstag Geschäftszahlen vorlegen. Besser ergeht es zunächst IBM. Der Computergigant wird von Goldman Sachs auf der Empfehlungsliste bestätigt und startet stärker in den heutigen Handelstag.

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