Clean Energy
Partnership für Kraftstoffe der Zukunft besiegelt

Führende deutsche Unternehmen wollen bei der Entwicklung von Kraftstoffen der Zukunft zusammenarbeiten. In Berlin werde ein Memorandum of Understanding zur Clean Energy Partnership (CEP) als wichtiger Schritt zu einer künftigen nachhaltigen Kraftstoffwirtschaft unterzeichnet, gaben die beteiligten Unternehmen am Dienstag anlässlich eines Parlamentarischen Abends in der Hauptstadt bekannt.

vwd BERLIN. Die CEP ist ein gemeinsames Projekt von Aral, BMW, BVG, DaimlerChrysler, Ford, GHW, Linde, MAN und Opel mit dem Ziel, die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff zu erproben. Optional können auch noch andere Alternativen wie Methanol und synthetischer Diesel als Kraftstoff der Zukunft getestet werden. In Berlin entsteht im Zuge der CEP eine Aral-Tankstelle, an der Wasserstoff sowohl mittels Elektrolyse aus Wasser abgespalten oder auch tiefkalt und flüssig angeliefert und gespeichert wird. Getankt wird der jeweilige alternative Kraftstoff von Fahrzeugen mit modifizierten Verbrennungsmotoren oder mit Brennstoffzellen-Technologie.

Die auf fünf Jahre projektierte CEP ist Bestandteil der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, hoben die Partnerunternehmen hervor. Sie solle zukunftsweisende Technologien sowie die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zum Einsatz alternativer Kraftstoffe im Straßenverkehr aufzeigen. Dabei werde sie von der Bundesregierung unterstützt und gefördert. Im Zuge von Clean Energy soll Wasserstoff so weit wie möglich mittels regenerativer Energien wie Strom aus Wasser- oder Windkraft erzeugt werden. Damit sollen von der Erzeugung bis zur Nutzung praktisch keine unerwünschten oder umweltschädigenden Emissionen anfallen. Die beteiligten Autounternehmen werden ab 2003 eine auf etwa 30 Fahrzeuge wachsende Testflotte betreiben. Nach einer Erprobungsphase sollen diese Autos im alltagsnahen Betrieb eingesetzt werden. Weitere Ziele sind der Nachweis der Alltagstauglichkeit und Kundenakzeptanz für neue Betankungstechnologien.

Danach wollen sich alle Partner auf Basis der gewonnenen Erfahrungen über die notwendigen weiteren Schritte verständigen, teilten die beteiligten Unternehmen weiter mit. So sei eine Erweiterung des Projektes mit teilweiser Kommerzialisierung und weiteren Partnern auch aus anderen Branchen wie Banken oder Versicherungen denkbar.

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