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Clement gegen Notpaket für den Einzelhandel

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat die Forderung nach einem Notpaket für die gesamte Einzelhandelsbranche in Zusammenhang mit den Problemen bei Karstadt-Quelle zurückgewiesen. Zu einem entsprechenden Vorschlag des stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Rainer Brüderle sagte Clement im Bayerischen Rundfunk: "Das sind keine seriösen Aufrufe."

dpa-afx ESSEN/MÜNCHEN/BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat die Forderung nach einem Notpaket für die gesamte Einzelhandelsbranche in Zusammenhang mit den Problemen bei Karstadt-Quelle zurückgewiesen. Zu einem entsprechenden Vorschlag des stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Rainer Brüderle sagte Clement im Bayerischen Rundfunk: "Das sind keine seriösen Aufrufe."

Nach Auffassung der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, sollte die Bundesregierung Karstadt-Quelle mit allen möglichen Instrumenten zur Seite stehen. Der Staat könne allerdings nicht einspringen und in das Management des Unternehmens eingreifen, sagte sie im ZDF-Morgenmagazin. Clement bot alle Mittel der Bundesagentur für Arbeit an, um Arbeitsplätze zu retten.

Karstadt-Quelle-Chef Christoph Achenbach ist zur Sanierung des angeschlagenen Unternehmens zu einem Gehaltsverzicht bereit. "Wir würden in dieser Lage des Konzerns eindeutig auf fünf oder zehn Prozent Einkommen verzichten. Man muss die Mitarbeiter weiterhin angucken können", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Nach der Entscheidung des Karstadt-Quelle-Konzerns, sich von der Hälfte seiner bundesweit 181 Warenhäuser zu trennen, fürchtet der Deutsche Städte- und Gemeindebund (Dstgb) eine Verödung vieler deutscher Innenstädte. In der "Berliner Zeitung" forderte Dstgb- Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Konzern deshalb auf, die Nachnutzungskonzepte für die einzelnen Warenhäuser mit den betroffenen Städten und Gemeinden abzustimmen.

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