Cloud Computing
Microsoft macht beim Start in die Wolke Dampf

Microsoft sieht sich trotz des späten Starts im Markt für Cloud Computing auf steilem Wachstumskurs. Für den Cloud-Service Azure hat Microsoft bereits namhafte Kunden gewonnen und will den Service weiter ausbauen. Microsoft-Visionär Ray Ozzie, der Microsoft auf "Cloud-Kurs" brachte, hat das Unternehmen allerdings inzwischen verlassen.
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HB SEATTLE. Microsoft hat angekünidgt seine Entwickler-Plattform Azure noch weiter ausbauen. Seit dem offiziellen Start im Frühjahr habe Microsoft fast 20 000 Kunden gewonnen, die auf der neuen Azure-Plattform ihre Anwendungen entwickeln, teilte Microsoft am Donnerstag auf der Entwicklerkonferenz PDC in Seattle mit.

Damit hat das Unternehmen die Kundenzahl seit der Testphase verdoppelt. "Für Entwickler hat es noch nie eine bessere Zeit gegeben, auf Microsoft zu setzen", sagte Unternehmens-Chef Steve Ballmer.

Die Azure-Plattform soll mit zahlreichen weiteren Services ergänzt werden. Über einen "DataMarket" bietet Azure Kunden, Entwicklern und Inhalte-Anbietern, aber auch privaten Verbrauchern eine Plattform, über die zum Beispiel Wetterinfos, Aktienkurse, kartographische Daten und Nachrichten angeboten und gekauft werden können.

Unternehmenskunden können künftig auch auf virtuellen Servern arbeiten und interne wie extern ausgelagerte Daten automatisch synchronisieren.

Zu den neuen Kunden zählen auch illustre Namen wie die Pixar Animation Studios, die Ende der 70er Jahre unter anderen von Apple-Chef Steve Jobs gegründet worden waren. Für die aufwendigen Rechenarbeiten etwa für das Rendering von Animationsfilmen wie Findet Nemo, Ratatouille oder Toy Story wollen die Studios künftig flexibel und je nach Bedarf auf Computer-Leistung und Infrastruktur aus der Microsoft -"Wolke" zurückgreifen. Damit könne Pixar darauf verzichten, permanent kostenintensive IT-Infrastruktur selber vorzuhalten.

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