CNN-Bericht verunsichert
US-Börsen rutschen im Minus

Die US-Börsen haben nach volatilem Handel am Mittwoch leicht im Minus geschlossen. Händler sagten, ein Bericht des US-Fernsehsenders CNN, wonach rund 1000 irakische Militärfahrzeuge in Richtung der US-Truppen unterwegs seien, habe im späten Geschäft für Nervosität der Anleger gesorgt. Auch Gerüchte über eine mögliche Erhöhung der Terror-Warnstufe in New York hätten die Anspannung verstärkt.

Reuters NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones fiel zum Handelsschluss um 0,6 % auf rund 8230 Punkte, nachdem er im Anschluss an den Fernsehbericht bis zu einem Prozent eingebüßt hatte. Der technologielastige Nasdaq-Index verlor 0,3 % auf 1387 Zähler. Der S&P-500-Index gab 0,6 % auf 870 Punkte nach.

Die Kolonne bestehe aus rund 1000 irakischen Militärfahrzeugen, darunter möglicherweise Panzer, gepanzerte Mannschaftstransporter und Lastwagen, berichtete CNN unter Berufung auf einen seiner Korrespondenten. Die Kolonne der Republikanischen Garde befände sich auf dem Weg nach Nadschaf, wo sich irakische Einheiten heftige Gefechte mit den US-Truppen liefern. "Es sieht so aus, als könnte es eine größere Konfrontation geben", sagte David Memmott, Leiter Aktienhandel bei Morgan Stanley zu dem Fernsehbericht. "Natürlich gibt es Sorgen um mögliche Opfer."

Die US-geführten Streitkräfte haben ihre Luftangriffe auf Bagdad am Mittwoch verstärkt. Mindestens 15 Menschen wurden am Mittag in einem Wohngebiet durch eine schwere Explosion getötet. US-Präsident George W. Bush sprach vor Soldaten in Florida zwar von guten Fortschritten. Er betonte aber zugleich, der Krieg sei noch längst nicht zu Ende. Im frühen Geschäft hatten nach Händlerangaben auch schwache US-Konjunkturdaten die Stimmung der Marktteilnehmer gedrückt.

"Wenn der Krieg gegen Irak zu Ende ist, werden sich die Investoren mit der Schwäche der US-Wirtschaft befassen müssen", sagte Bill Strazzullo, Marktstratege von State Street Corp. Der Absatz neuer Eigenheime in den USA sank im Februar um acht Prozent auf das niedrigste Niveau seit mehr als zwei Jahren. Analysten hatten mit einem Verkaufsplus gerechnet. Der Ordereingang für langlebige Güter ging im Februar wie von Volkswirten erwartet um 1,2 % zurück.

Nach den schwachen Eigenheim-Daten zählten insbesondere die Aktien von Bauunternehmen zu den Verlierern. So gaben die Titel von Cendex Corp. 0,9 % auf 54,80 Dollar nach, der Aktienkurs von K.B. Home fiel 1,2 % auf 46,50 Dollar.

Die Aktien der Symantec Corp gehörten zu den größten Gewinnern an der Nasdaq mit einem Plus von rund vier Prozent auf 42,20 Dollar. Der Aktienkurs des Computerdienstleisters hatte bereits am Vortag kräftig zugelegt, als Standard& Poor's mitgeteilt hatte, die Titel würden Ende März in den S&P-500-Index aufgenommen. Unter den umsatzstärksten Werten waren die Aktien von Nvidia, die rund 2,8 % auf 14,41 Dollar zulegten. Der Computerkonzern IBM hatte zuvor mitgeteilt, er werde die nächste Generation von Grafikchips für Nvidia herstellen und damit der taiwanesischen TSMC Geschäft entziehen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer. 1442 Werte legten zu, 1836 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,37 Mrd. Aktien 1411 im Plus, 1714 im Minus und zwei unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 99-16/32. Sie rentierten mit 3,94 %. Die 30-jährigen Bonds schlossen unverändert auf 106-23/32 und hatten eine Rendite von 4,93 %.

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