CNN: Offenbar 10 Millionen Dollar gefordert
Heckenschütze droht mit Anschlägen auf Kinder

Der Heckenschütze von Washington hat mit Anschlägen auf Kinder gedroht und damit die Angst in der Bevölkerung auf einen neuen Höhepunkt getrieben.

HB WASHINGTON. Wie die Polizei am Dienstag bestätigte, enthält ein am Samstag gefundenes Schreiben den Satz: "Eure Kinder sind nicht sicher, ganz gleich wo und ganz gleich wann." Bereits am 7. Oktober war ein 13-jähriger Schuljunge bei einem Anschlag lebensgefährlich verletzt worden.

Fahndungsleiter Charles Moose richtete unterdessen einen erneuten Appell an den Schützen, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. In einer am Abend (Ortszeit) überraschend angesetzten Pressekonferenz übermittelte Moose die Botschaft, dass auf "elektronischem" Wege nicht den Wünschen des Unbekannten entsprochen werden könne. Es sei aber unbedingt nötig, dass weiteres Blutvergießen vermieden werde.

Der Fahndungsleiter deutete an, dass die Polizei eine gebührenfreie Telefonverbindung zur Kontaktaufnahme eingerichtet habe und bot dem Schützen zugleich an, ein privates Postfach für ihn einzurichten, sollte er sich damit wohler fühlen. Moose erwähnte weiter, der Unbekannte habe erklärt, "dass es um mehr geht als um Gewalt". Näher ging er darauf aber nicht ein.

Spekulationen um Erpressungsgeld

Experten werteten die Äußerungen von Moose als möglichen Hinweis darauf, dass der Heckenschütze in der Botschaft vom Samstag auch eine Geldforderung stellte. Verschiedene Medien hatten darüber bereits spekuliert. Wie der US-Sender CNN meldete, soll es sich um 10 Mill. $ handeln.

Am Dienstagmorgen war ein 35-jähriger Busfahrer wahrscheinlich das zehnte Mordopfer des Heckenschützen geworden. Der zweifache Vater wurde im Bezirk Montgomery (Bundesstaat Maryland) aus dem Hinterhalt erschossen und damit in derselben Region, in der die Verbrechensserie am 2. Oktober mit fünf Anschlägen innerhalb von 15 Stunden begonnen hatte. Die Ergebnisse kriminaltechnischer Untersuchungen standen am in der Nacht zwar noch aus. Aber wegen der Ähnlichkeiten mit vorausgegangenen Anschlägen ging die Polizei von dem Heckenschützen als erneutem Täter aus.

Insgesamt hätte der Unbekannte damit inzwischen 13 Mal zugeschlagen. Neben dem Schuljungen und einer Frau überlebte ein Mann, der am Samstagabend bei einem Restaurantbesuch im Bundesstaat Virginia von einer Kugel getroffen worden war. An diesem Tatort hatte die Polizei auch die Botschaft mit der Morddrohung gegen Kinder gefunden, die Moose aber erst am Dienstag publik machte, nachdem bereits in verschiedenen Medien darüber spekuliert worden war.

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