Coach setzt auf Offensive
Trainer Al-Johar - der Lückenbüßer der Saudis

Fußball-Nationaltrainer haben es in Saudi-Arbabien nicht leicht. Seit dem Gewinn der Asien-Meisterschaft 1996 wechselten die "Wüstensöhne" ihren Coach insgesamt achtmal, zu den Leidtragenden der "Hire and fire"-Mentalität gehörte auch der deutsche Coach Otto Pfister.

sid RIAD. Nun ist Nasser Al-Johar wieder einmal an der Reihe, nachdem der Jugoslawe Slobodan Santrac nach den ersten beiden erfolglosen WM-Qualifikationsspielen seinen Hut nehmen musste.

Der Saudi Al-Johar, selbst schon zweimal gefeuert, springt traditionell immer dann ein, wenn gerade kein Ausländer für den Schleudersitz zu haben ist. Das stärkt nicht gerade die Autorität des Coaches. Nach der erfolgreichen WM-Qualifikation wurde zunächst sogar offen ein Nachfolger gesucht und dabei auch der frühere Bundestrainer Berti Vogts ins Spiel gebracht. Doch mittlerweile hat der Verband, der bei der WM 1998 in Frankreich nicht einmal vor der Entlassung des brasilianischen Starcoaches Carlos Alberto Parreira während der laufenden Vorrunde zurückschreckte, Al-Johar das Vertrauen ausgesprochen.

In seiner laufenden Amtszeit legte der Coach bislang viel Wert auf die offensive Ausrichtung seines Teams. Den schon fast chronischen Mangel an Disziplin und physischen Grundlagen, um mit den Topteams aus Europa und Südamerika mithalten zu können, hat aber auch der 46-Jährige nicht beseitigen können.

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