Coaching
Teure Teestunden

Der Boom der persönlichen Karriereberater hat auch schwarze Schafe angelockt.

Christopher Rauen, Herausgeber des "Handbuchs Coaching", warnt vor diesen dubiosen Beratern, "deren Verhalten die ganze Branche in Verruf zu bringen droht." Dabei werden Interessierte zu einem "unverbindlichen Kennenlernen" oder einer "Teestunde" eingeladen und erhalten dann wenige Tage später eine Rechnung mit einem Stundensatz von mehr als 500 Euro für ein Coaching. Vor Gericht fällt der Nachweis schwer, nicht beraten worden zu sein - zumal nirgendwo festgelegt ist, was ein Coach genau leisten soll.

Besonders dreiste Geschäftemacher drängen außerdem bereits nach dem ersten Kennenlernen dazu, sofort einen Beratungsvertrag zu unterschreiben. Bei Anfragen empfehlen sie stets sich selbst als besten Berater - unabhängig von räumlicher Entfernung und fachlicher Spezialisierung. Mitunter nehmen die Trainer auch an Seminaren anderer Kollegen teil, um dort zu spionieren und um neue Kunden zu gewinnen. "Lassen Sie sich bei der Auswahl des richtigen Coaches nicht von wohlklingenden Titeln oder Organisationen blenden", rät Rauen. Er empfiehlt, in jedem Fall mehrere Angebote zu vergleichen und vor allem Referenzen einzuholen. Außerdem hat er eine neue Inititative ins Leben gerufen: Die "Interessengemeinschaft Coaching" soll langfristig verbindliche Richtlinien und Qualitätsmaßstäbe entwickeln.

Quelle: Wirtschaftswoche

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