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Coca-Cola-Präsident Heyer geht nach Führungswechsel

Atlanta (dpa) - Coca-Cola-Präsident Steven J. Heyer (51) verlässt den weltgrößten Getränkeanbieter, nachdem er kürzlich bei der Besetzung des Unternehmenschef-Postens übergangen worden war.

Atlanta (dpa) - Coca-Cola-Präsident Steven J. Heyer (51) verlässt den weltgrößten Getränkeanbieter, nachdem er kürzlich bei der Besetzung des Unternehmenschef-Postens übergangen worden war.

Der neue Coca-Cola-Unternehmenschef und Verwaltungsratsvorsitzende E. Nevill Isdell (61) hatte Heyers Ausstieg «in gegenseitigem Einvernehmen» am Mittwoch bekannt gegeben. Die Coca-Cola-Aktien fielen um 1,6 Prozent auf 51,76 Dollar.

Heyer war als Präsident und COO (Chief Operating Officer) für die Tagesgeschäfte zuständig und die Nummer zwei bei Coca-Cola. Heyer, der vor drei Jahren zu Coca-Cola gekommen war, galt nach einem rasanten Aufstieg in die Führungsriege als «Kronprinz» des bisherigen Konzernchefs Douglas N. Daft (62).

Der Coca-Cola-Verwaltungsrat suchte innerhalb und außerhalb des Unternehmens nach einem Nachfolger. Schließlich holte das Aufsichtsgremium den langjährigen Coca-Cola-Manager Isdell aus dem Ruhestand und machte ihn zum neuen Boss. Nach dieser Personalentscheidung hatte die Wall Street damit gerechnet, dass Heyer rasch ausscheiden würde.

Heyer will allerdings noch für eine Übergangszeit von mehreren Monaten bei Coca-Cola bleiben. Isdell und Heyer waren überein gekommen, dass Heyer nach dem Führungswechsel seine persönlichen Ziele am besten außerhalb des Unternehmens erreichen könne. Es sei angesichts der neuen Führung die richtige Zeit, um sich nach neuen Möglichkeiten umzuschauen, sagte Heyer.

Heyer verlässt Coca-Cola nach Angaben der «New York Times» mit 20 bis 25 Millionen Dollar (21 Mio Euro) in Form seines Gehalts, seiner Pension sowie Coca-Cola-Aktien und-Aktienoptionen. Er dürfte mit seinen weit reichenden Erfahrungen als ehemaliger Präsident des Medienunternehmens Turner-Broadcasting und des Getränkeriesen rasch einen neuen Job finden.

US-Medien spekulierten darüber, dass er beispielsweise bei Disney oder bei einer großen Investmentfirma landen könnte. Coca-Cola hatte mit Hilfe von Heyer mehrere neue Produkte herausgebracht, das Image aufpoliert und die Beziehungen zur Wall Street sowie zu den Abfüllfirmen verbessert.

Isdell wird sich nach dem Ausscheiden von Heyer möglicherweise Zeit mit der Neubesetzung des Präsidentenpostens lassen. Er muss das schwerfällige Unternehmen beweglicher machen und auf einen stärkeren Wachstumskurs bringen. Coca-Cola sieht sich einer immer härteren Konkurrenz von Pepsi-Cola und anderer Getränkeanbieter gegenüber.

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