Colt beschwert sich
Telekom und Vodafone wollen Swisscom-Tochter

Die Deutsche Telekom und der britische Mobilfunker Vodafone konkurrieren um die Mobilfunktochter der Schweizer Telefongesellschaft Swisscom.

dpa HAMBURG/FRANKFURT. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, sei die Übernahme eine Anteils in Höhe von 20 bis 25 % der Swisscom Mobile geplant. Mit dem Einstieg wäre zugleich eine Teilnahme an der UMTS-Autkion in der Schweiz gesichert, die in Kürze beginne. Die Entscheidung solle noch in diesem Monat fallen. Vodafone hat laut "Spiegel" das bessere Angebot abgegeben.

Die Swisscom hat zu dem "Spiegel"-Bericht keine Stellungnahme abgegeben. WWir machen zu Markspekulationen grundsätzlichen keinen Kommentar", erklärte Firmensprecher Christian Neuhaus am Sonntag in Zürich. Neuhaus wiederholte allerdings schon früher gemachte Äusserungen, wonach sich Swisscom alle Möglichkeiten in Bezug auf Partnerschaften im Mobilfunkbereich offen halte. Auch Swisscom-Chef Jens Alder hatte sich unlängst ähnlich zu der Möglichkeit von Partnerschaften geäussert und diese nicht ausgeschlossen.

Unterdessen sieht sich die Deutsche Telekom mit einer formellen Beschwerde des privaten Konkurrenten Colt Telecom GmbH in Frankfurt wegen Behinderungen beim Aufbau eigener Ortsnetze konfrontiert. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtete am Samstag unter Berufung auf das Unternehmen, die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation in Bonn solle prüfen, ob die Deutsche Telekom ihre marktbeherrschende Stellung im Ortsnetz missbraucht, um den Wettbewerb in diesem Marktsegment zu behindern.

Der "rosa Riese" hält im Ortsnetz einen Marktanteil von 97 %. Zwar müsse die Deutsche Telekom den Wettbewerbern den Zugang zum Kunden geben. Die Zusammenschaltung leide aber daran, dass die Telekom zu langsam, zu bürokratisch und technisch fehlerhaft arbeite. Darüber ärgere sich die gesamte Branche schon lange, bisher habe aber die Angst vor Repressalien offenbar viele Unternehmen bewogen, keine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde einzureichen, schreibt die FAZ.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%