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Comdirect führt Kurzarbeit ein

Bei der angeschlagenen Comdirect-Bank, Quickborn, soll in den kommenden sechs Monaten mehr als die Hälfte der Beschäftigten kurzarbeiten. Diese Maßnahme hat die Direktbank-Tochter der Commerzbank am Donnerstag zusammen mit dem Arbeitsamt und der Gewerkschaft ver.di beschlossen. Nach Angaben der Gewerkschaft wurde noch nie zuvor in der Bankenbranche Kurzarbeitergeld gezahlt.

ddp FRANKFURT/MAIN. Von den insgesamt 1 300 Beschäftigten der beiden Standorte Quickborn und Kiel erhalten 735 während des kommenden halben Jahres Kurzarbeitergeld. Mit dieser Maßnahme seien vorerst Entlassungen vermieden worden, sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Donnerstag. Der Comdirect-Vorstand habe zugesichert, dass es in den kommenden sechs Monaten keine Entlassungen geben werden. In einer Betriebsversammlung seien die Beschäftigten am Donnerstag unterrichtet worden. Ver.di forderte den Vorstand der Comdirect auf, nun zügig in Verhandlungen mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat zu treten. "Wir erwarten jetzt Gespräche, damit vorsorglich schon Sozialplan-Verhandlungen aufgenommen werden können", sagte der ver.di-Sprecher. Am Montag will die Comdirect-Bank in einer Pressekonferenz nähere Angaben machen.

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