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Comdirect zieht Neuen Markt nach unten

Der Neue Markt hat den Handel am Montag mit Verlusten beendet. Der Auswahlindex der größten Wachstumswerte schloss um 3,94 % leichter bei 1 075,99 Punkten.

dpa-afx FRANKFURT. Gleichzeitig gab der alle Werte umfassende All-Share-Index 2,06 % auf 1 059,25 Zähler ab. "Verluste bei den Online-Banken haben den ganzen Markt nach unten gezogen," sagte Jörn Detlefsen, Händler bei der Frankfurter Sparkasse. "In guten Zeiten waren machte die Börsenbegeisterung die Online-Banken zu Selbstläufern. Jetzt kommen sie aus den roten Zahlen nicht heraus und belasten den ganzen Markt.."

Für Aufruhr sorgte ein Kommentar des Commerzbank-Chefs Klaus-Peter Müller, wonach die Bank einen Partner für ihre Internet-Tochter Comdirect sucht. Es müsse unter den großen drei bis fünf Online-Brokern eine Konsolidierung geben, sagte Müller, im Gespräch mit der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Comdirect fielen daraufhin um 17,06 % auf 9,04 ?. Consors gerieten ebenfalls ins Abseits und notierten mit 12,43 ? um 4,38 % leichter.

Auf der positiven Seite wartete der IT-Dienstleister Heyde mit einem Kooperationsvertrag mit dem italienischen Versicherer AMB Generali für das Jahr 2002 in Höhe eines zweistelligen Millionen-DM-Betrages ab. Heyde werde den Versicherer bei Technologieprojekten unterstützen. Heyde hofft eigenen Angaben zufolge auf eine Signalwirkung für eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen europäischen Versicherern. Der Kurs kletterte um 12,57 % auf 2,15 Euro.

Aktien des Medienunternehmens Dino Entertainment AG legten trotz des angekündigten Abgangs aus dem Neuen Markt zum 30. November um 16,67 % 3,64 Euro zu. Gleichzeitig hieß es, Dino werde die Aufnahme am Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zum 3. Dezember 2001 beantragen.

Gute Nachrichten kamen vom Internet-Reiseunternehmen E-Bookers.com, das den Markt mit einem deutlichen Gewinn für das dritte Quartal überraschte. Nach dem Sprung über die Gewinnschwelle auf 0,2 Millionen britische Pfund legte der Kurs um 6,45 % auf 3,15 Euro zu. Zwei Tage vor der Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal schoben sich die Aktien des Jenaer Softwarehauses Intershop in die Spitzengruppe der Gewinner empor. Sie notierten mit 2,53 Euro um 11,95 % fester.

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